Dharma ist immer - Ein buddhistischer Verein stellt sich vor

40 Jahre Tibetisches Zentrum - Der Film

Das Tibetische Zentrum feiert 2017 den 40. Geburtstag. Zurück geblickt wird auf 40 Jahre Dharma. 40 Jahre Lehren und Praxis unter der Schirmherrschaft von S. H. dem 14. Dalai Lama. 40 Jahre, in denen der Dialog mit den Menschen, den Religionen, der Wissenschaft gelebt wurde. Nehmen Sie Einblick in das Wirken des Tibetischen Zentrums. Hier geht es zum Film. (Film: Sebastian Schmidt - http://www.sebastianschmidt.co/ )

Das Tibetische Zentrum ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein zur Vermittlung des Buddhismus in Theorie und Praxis sowie zur Förderung von Gewaltlosigkeit und Toleranz. Er wurde 1977 in Hamburg unter der Schirmherrschaft S. H. des 14. Dalai Lama auf Initiative deutscher Buddhisten gegründet und zählt aktuell ca. 600 Mitglieder.

Fundierte Theorie und lebensnahe Praxis

Die Hauptaktivitäten/Veranstaltungen sind Studium, Meditation, Flüchtlingshilfe und ein umfangreiches Kursangebot. Das fünf- bzw. siebenjährige Systematische Studium des Buddhismus bildet seit 1988 eine Säule des Zentrums. Es wird neben dem Beruf absolviert und bietet die Möglichkeit, ein vertieftes Verständnis der Buddha-Lehre zu entwickeln. Die Kurse werden für Fernstudierende live übertragen und erreichen im deutschsprachigen Raum derzeit in verschiedenen Jahrgängen über 400 Teilnehmende. Seit dem Beginn dieses Angebotes haben etwa 1.700 Menschen an diesem Studium teilgenommen.

Darüber hinaus werden jährlich 80 – 90 weitere Veranstaltungen für Neuinteressierte, Buddhistinnen/Buddhisten sowie Nicht-Buddhistinnen/Buddhisten auf unterschiedlichen Ebenen der Praxis angeboten, in großen Teilen auch als „Fernkurse“, je nach Kurs mit 10 bis 120 Teilnehmenden.

Das Kursangebot erstreckt sich von der Vermittlung des Buddhismus über säkulare Ethik bis hin zu Gesundheits-Kursen. Grundlegende Seminare führen in die Achtsamkeitspraxis, die Mitgefühlsmeditation, die Sterbebegleitung, die Geistesschulung und die buddhistische Psychologie ein. Gastreferenten aus dem akademischen und wissenschaftlichen Bereich ergänzen das Programm.  Es werden außerdem an drei Abenden in der Woche kostenlose Meditationen mit zwischen 10 und 120 Meditierenden, je nach Standort, angeboten. Weiterhin werden über das Jahr verteilt wichtige buddhistische Feiertage und Rituale gepflegt (Vesakh, Lama Tschöpa usw.).

Im Meditationshaus "Semkye Ling" in der Lüneburger Heide finden seit dem Erwerb eines zwei Hektar großen Anwesens im Jahr 1996 Seminare für Anfänger und Fortgeschrittene statt und es besteht die Möglichkeit zur Klausur in modern ausgestatteten „Retreathütten“.

Tradition und Lehrende

Offen gegenüber allen Traditionen wird in unserem Zentrum der Mahayana-Buddhismus gelehrt und praktiziert. Wir verfügen über eine Reihe hoch qualifizierter tibetischer uns westlicher Lehrender.

Geshe Thubten Ngawang (1932-2003), ein Meister aus Tibet, hat 1979 das Tibetische Zentrum gemeinsam mit seinen engsten Schülerinnen und Schülern, die teilweise als Mönche und Nonnen lebten, aufgebaut. Mit Geshe Pema Samten, unserem ständig anwesenden tibetischen Lehrer, haben wir heute einen hervorragenden und authentischen Gelehrten. Darüber hinaus gibt es eine lebendige buddhistische Ordensgemeinschaft und insgesamt über 20 weitere vorzügliche Lehrkräfte.

Kooperationen, Mitgliedschaften, Engagement und Aktivitäten für die Allgemeinheit:

Seit 1977 engagiert sich das Tibetische Zentrum in der Flüchtlingshilfe.

Es wird außerdem umfassende spirituelle und praktische Seelsorge und Hilfe im Alltag über die Sangha-Hilfe geleistet. Im Alter und bei Krankheit wird Hilfe durch Dharma-Gespräche, Vermittlung von Gebetszeremonien nach Indien oder Tibet, Kontaktherstellung zu anderen Hilfsorganisationen und Sterbebegleitung angeboten.

Das Tibetische Zentrum ist national und international weit vernetzt und Mitglied in der DBU, der EBU, im International Tibet Network, im Interreligiösen Forum Hamburg (IFH) und pflegt weitere Kooperation mit diversen Institutionen.

Auch politisch engagiert sich das Tibetische Zentrum seit Jahrzehnten und setzt sich für den Erhalt der Kultur der Tibeter ein. Hier bestehen Kooperationen mit der Tibet Initiative Hamburg (gegründet 1991) und der Deutschen Tibethilfe Hamburg (die sich unmittelbar gemeinnützigen Wohlfahrtszwecken widmet; gegr. 1962). Ebenfalls eine enge Zusammenarbeit und Unterstützung besteht mit dem Tibet Bureau in Genf (http://www.tibetoffice.ch/)  und der Studienstiftung für Buddhismus. Weiterhin bestehen Verbindungen zum Tibetischen Zentrum in Hannover, dem Tibethaus Frankfurt und anderen buddhistischen Zentren, wie Berlin, Bremen, Dresden, Kophenhagen usw.

Interreligiöser Dialog

Das Tibetische Zentrum engagiert sich entsprechend der Inspiration seines Schirmherrn bereits seit mehr als 30 Jahren (seit 1984) vielfältig im intensiven interreligiösen Dialog in der Hansestadt und ist an evangelischen und katholischen Kirchentagen bundesweit beteiligt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tibetischen Zentrums unterstützen den Religionsunterricht für alle (RUA) in Hamburg bei diesem bundesweit einzigartigen interreligiösen Unterricht. Die Führung von Schulklassen in der Woche gehört seit 1982 zu einem regelmäßigen Angebot des Zentrums.

Das Tibetische Zentrum hat an der Gründung der Akademie der Weltreligionen (AWR) mitgewirkt und unterstützt aktiv dessen Arbeit. Weiterhin beteiligt sich das Zentrum an Dialogen zu Kunstwerken in der Kunsthalle und während der jährlichen „Langen Nacht der Weltreligionen“ am Thalia Theater oder organisiert in Kooperation Ausstellungen wie das Streuen eines Sandmandalas.

Regelmäßig halten Lehrerinnen und Lehrer des Tibetischen Zentrums öffentliche Vorträge, z.B. im Völkerkundemuseum.

Hochrangige Gäste

Zuletzt im Jahr 2014 durfte das Zentrum seinen Schirmherrn, S. H. den 14. Dalai Lama, begrüßen. Weitere hochrangige Gäste, u.a. Prof. Brodbeck, Prof. Dorji Wangchuk, der Abt des Kloster Sera Geshe Lobsang Palden, Jhado Rinpoche, Samdhong Rinpoche, Alan Senauke, Claud AnShin Thomas sowie tibetische wie westliche Mönche und Nonnen u.v.m. waren zu unserer großen Freude und Bereicherung im Tibetischen Zentrum e. V. zu Gast.