Standpunkt

Artikel zum Thema Standpunkt der Zeitschrift "Tibet und Buddhismus".

Buddhismus im Westen: Von der Mode zur religiösen Praxis

Der Dalai Lama antwortet auf Fragen von Journalisten

Frage: Was ist das Hauptanliegen Ihres Deutschlandbesuchs?

Dalai Lama: Diesmal möchte ich während meines Deutschlandbesuches hauptsächlich Erklärungen über die buddhistische Lehre geben. Natürlich ist dieses Land, dieser Kontinent christlich geprägt, und ich bin der Überzeugung, daß es allgemein besser ist, bei der eigenen Religion zu bleiben. Die Religion zu wechseln ist nicht einfach und führt manchmal zu Verwirrung, im schlimmsten Fall sogar zum Nervenzusammenbruch. Wir können jedoch beobachten, daß die Welt kleiner geworden ist, daß neue Technologien den Austausch fördern. Das Kommunikationsnetz wird dichter, Informationsaustausch findet statt. Durch den Tourismus kommen die Menschen miteinander in Kontakt. Noch viel wichtiger ist, daß das Wirtschaftssystem nicht mehr national ausgerichtet ist, sondern global, so daß alles mehr voneinander abhängt. Von den verschiedenen Aspekten her wächst die Welt enger zusammen. Und wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen zusammentreffen, bringt dies manchmal auch unnötige Konflikte mit sich. Deshalb glaube ich, daß es gut ist, mehr über andere Religionen zu erfahren.

Ich kenne zum Beispiel manche Christen, unter ihnen Mönche und Nonnen, die ihre eigenen Lehren ergänzen konnten, nachdem sie einiges über den Buddhismus gehört hatten. Beispielsweise machen sie sich einige Methoden zunutze, die im Buddhismus erklärt werden, um das Mitgefühl anwachsen zu lassen, Toleranz und Vergebung zu stärken oder in der Meditation den Geist punktförmig auf ein Objekt zu konzentrieren. Auf der anderen Seite können auch die Buddhisten von den Christen einiges lernen. So bekam ich den Eindruck, daß es in Ordnung ist, in einer christlichen Gegend Erklärungen zum Buddhismus zu geben. Halte ich solche Unterweisungen in östlichen Ländern wie Japan, China oder der Mongolei ab, fühle ich mich dabei wohler. Im Westen dagegen bin ich immer etwas besorgt. Ich habe nicht das geringste Interesse daran, die buddhistische Lehre zu propagieren. Statt dessen frage ich mich, wie ich aus meiner Tradition heraus einen Beitrag zum Wohl der Menschheit und zum Schutz der Umwelt leisten kann. Dies ist mein Hauptanliegen. So lege ich in meinen Unterweisungen den Schwerpunkt auf die universellen menschlichen Werte, die für alle gelten, auch für Menschen ohne Glauben. Natürlich unterrichte ich auch die einzigartigen buddhistischen Themen wie die Leerheit.

Das Tibetische Zentrum hat als Organisator riesige Anstrengungen unternommen, um diese Veranstaltung vorzubereiten. Ich weiß dies zu schätzen, bin allerdings über die Finanzlage etwas besorgt. Ich habe die Organisatoren gefragt, ob wohl ein Defizit zu befürchten sei. Einige religiöse Organisationen laden mich ein, um Unterweisungen zu geben, und streichen dann noch einen Profit ein. Hier scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein, und es besteht die Gefahr, daß das Tibetische Zentrum aufgrund der hohen Aufwendungen ein Minus macht. Ich möchte meine echte Wertschätzung allen gegenüber zum Ausdruck bringen, die dieses Ereignis möglich gemacht haben, einschließich der Behörden in Schneverdingen und in der Region.

Frage: Was verbinden Sie mit der Idee der universellen Verantwortung?

Dalai Lama: Meine erste Auslandsreise nach meiner Flucht aus Tibet führte mich 1973 nach Europa, 1979 habe ich die Sowjetunion besucht und danach Amerika. Etwa zu dieser Zeit habe ich angefangen, über universelle Verantwortung zu sprechen. Ich glaube, daß viele unserer Schwierigkeiten vorwiegend von Menschen gemacht sind. Wir haben sie selbst aufgrund unseres mangelnden Engagements, unseres geringen Verantwortungsgefühls und unserer fehlenden Achtsamkeit geschaffen. Aus diesem Grund versuche ich immer, für die Idee der globalen Verantwortung zu werben. Die gesamte Menschheit ist eins, nationale Grenzen, kulturelle und religiöse Unterschiede sind sekundär. Das Wichtigste ist, daß wir Menschen sind. Wir alle wollen Glück, niemand will Leiden, und wir haben jedes Recht, Leiden zu überwinden. Wenn wir aufhören, in Kategorien „mein Land, ihr Land“, „meine Religion, ihre Religion“ zu denken, und einfach das Menschsein und die Menschlichkeit in den Mittelpunkt stellen, dann können wir eine bessere Welt schaffen. Natürlich erreichen wir so nicht unbedingt mehr Wohlstand, aber mehr Frieden und Harmonie. Und überall werden die Menschen häufiger lächeln. Wir können die zerstörerischen Waffen reduzieren und so auch eine Menge Geld sparen. Um diese Ideen weiterzuverfolgen, habe ich mit einem Teil des Geldes, das ich 1989 mit dem Friedensnobelpreis bekommen habe, die „Stiftung für universelle Verantwortung“ gegründet.

Frage: Das Thema der Veranstaltung heißt „Buddhas Weg zum Glück“. Es läßt sich überall auf der Welt feststellen, daß sich ökonomisches Denken immer mehr durchsetzt und alle Lebensbereiche durchdringt. Stehen diese globalen Entwicklungen nicht im Widerspruch zum Motto der Veranstaltung? Welchen Beitrag kann der Buddhismus leisten – vielleicht als dritter Weg zwischen dem gescheiterten Sozialismus und dem zu scheitern drohenden Kapitalismus?

Dalai Lama: Ich glaube nicht, daß der Buddhismus im Bereich der Wirtschaft eine dritte Alternative aufzeigen kann. Einige meiner Freunde haben die Idee einer buddhistichen Wirtschaftsordnung, aber ich bin davon nicht überzeugt. Ich glaube jedoch, daß wir mehr über Frieden und Glück sprechen müssen, weil wir in der Vergangenheit der Wirtschaft und der materiellen Entwicklung eine zu große Bedeutung beigemessen haben. Das körperliche, materielle Wohlergehen führt aber nicht notwendigerweise zu geistigem Glück. Dies können wir an einigen Millionären beobachten, die materiell im Überfluß leben und doch innerlich nicht ausgeglichen und friedlich sind. Ihr Leben ist geprägt von Ängsten und Sorgen, Sorgen, Sorgen. Manche bringen sich sogar um, obwohl sie äußerlich alles haben. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die in ärmlicheren Verhältnissen leben, aber sie sind so glücklich, so ruhig, und dadurch ist auch ihre Gesundheit sehr stabil. So ist es eine Tatsache, daß der Geist sehr mächtig ist. Und daher ist es extrem wichtig, sich um den Frieden des Geistes zu bemühen. Nur so können wir echtes Glück erlangen.

Wir schenken der äußeren, materiellen Entwicklung stets große Aufmerksamkeit, und dies ist nützlich und notwendig. Gleichzeitig sollten wir den inneren Werten mehr Aufmerksamkeit schenken. Wenn beides – die materielle und die spirituelle Entwicklung – vereint wird, wird unser Leben vollständiger und glücklicher sein. Dies ist meine Überzeugung, und ich versuche immer, die Menschen wachzurütteln, damit sie es sehen. Alle glauben immer: Okay, es ist Geld da, es gibt materielle Möglichkeiten, bestimmt lassen sich damit alle Probleme der Menschheit lösen. Einige Leute kümmern sich nicht im geringsten um ihren Geist, ihr inneres Potential.

Frage: Welche Rolle spielt die Intelligenz, das begriffliche Denken auf dem Weg zum Glück?

Dalai Lama: Ich glaube, daß die Intelligenz auf zweierlei Weise wirken kann: Sie kann uns sehr unglücklich machen, aber auch sehr glücklich. Wenn man Intelligenz gut nutzt und zusammen mit anderen Tugenden entwikkelt, ist sie eine Quelle für die Erfüllung unserer Wünsche und unser Glück. Intelligenz ohne ethische Grundlage, ohne positive menschliche Qualitäten jedoch, ist fehlgeleitet und kann großen Kummer und Rastlosigkeit verursachen. Aus der Vielzahl der Arten ist die menschliche Spezies der größte Unruhestifter, nicht aufgrund ihrer physischen Kapazitäten, sondern wegen ihrer Intelligenz, die manchmal selbstzerstörerisch ist. Wenn wir uns dagegen bemühen, die Intelligenz in guter Weise zu nutzen, können nur wir als Menschen einen unbegrenzten Altruismus entwikkeln. Keine andere Art ist dazu in der Lage.

Frage: Hängt es mit Ihrer Person zusammen, daß die Zahl der Buddhisten in Deutschland sich in den vergangenen acht Jahren verdoppelt hat?

Dalai Lama: Ich weiß es nicht. Mein Eindruck ist, daß es in unserer menschlichen Natur liegt, immer etwas Neues zu wünschen – neue Kleider, neue Möbel, Autos. Ähnlich kann es uns auch mit der Religion gehen. Und wenn wir unsere eigene Tradition betrachten, haben wir vielleicht manchmal das Gefühl: Oh, sie ist zu alt, ich will etwas Neues haben. Diese Einstellung könnte ein Grund dafür sein, daß Menschen sich für den Buddhismus interessieren. Darüber hinaus ist sicher für viele der Buddha ein Symbol für Frieden, Gewaltlosigkeit und Mitgefühl. Auch liegt einigen Menschen der buddhistische Ansatz mehr, weil er die Selbstverantwortung in den Mittelpunkt stellt. Sie setzen weniger auf den Glauben als mehr auf die Geistesschulung. Als Menschen brauchen wir die Vielfalt der Religionen, eine Tradition allein kann die unterschiedlichen Neigungen der Menschen nicht befriedigen.

Frage: Welche Eindrücke nehmen Sie von der Veranstaltung „Buddhas Weg zum Glück“ mit?

Dalai Lama: Ich bin beeindruckt, daß diese große Veranstaltung überhaupt zustandegekommen ist und daß viele Menschen ein so aufrichtiges Interesse an meinen Erklärungen gezeigt haben. Trotz der großen Anzahl von Menschen war es sehr ruhig, was ich als ein Zeichen dafür ansehe, daß die Teilnehmer den Ausführungen mit echtem Interesse folgten. Auch hat es keine größeren Zwischenfälle gegeben, alles verlief reibungslos, und ich bin beeindruckt, wie diese Stadt aus Zelten für diese eine Woche unseres Zusammenseins entstanden ist.

Nun frage ich mich, wieviel Inhaltliches diejenigen unter den Zuhörern, die sich als Buddhisten bezeichnen, in ihr Leben mitnehmen und im Alltag anwenden. Bei einigen mag das Interesse wieder abebben, bei einer Mehrheit ist vielleicht einiges haften geblieben, und sie verfolgen weiter das Wichtigste, worum es geht: die Weiterentwicklung ihres Geistes, ihrer Person. Wenn das so ist, bin ich glücklich, einen Beitrag dazu geleistet zu haben, daß sie mehr Frieden in ihrem Geist finden. Mein Kernanliegen ist die Förderung des Mitgefühls und anderer menschlicher Werte, unabhängig davon, ob jemand einer Religion angehört oder nicht. Es ist meine tiefe Überzeugung, daß die verschiedenen religiösen Traditionen alle daran arbeiten sollten, die guten Anteile der menschlichen Natur zu stärken.

Frage: Warum glauben Sie, schließen sich so viele Deutsche dem Buddhismus an? Wenn ich die Leute selbst frage, bekomme ich andere Antworten als vom Dalai Lama.

Dalai Lama: Selbst wenn sie andere Antworten geben als ich, sind sie dennoch die Hauptadressaten für Ihre Frage. Trotzdem will ich versuchen, es Ihnen aus meiner Sicht zu schildern. Ich glaube, daß sich seit Mitte der sechziger Jahre und in den siebziger Jahren mehr Menschen im Westen für den Buddhismus interessiert haben. Ich habe das Gefühl, daß in dieser frühen Zeit das Interesse einer Art Rebellion gegen das Establishment und einer Unzufriedenheit mit den Lebensweisen in der eigenen Gesellschaft entsprang. Die Menschen suchten Hilfe von außen und wandten sich östlichen Religionen zu. Das Interesse am Buddhismus in dieser Zeit war mehr eine Mode. Dieser Trend hat sich nun verändert. Meiner Einschätzung nach ist in den achtziger und neunziger Jahren das Interesse der Menschen, die sich mit östlichen Philosophien beschäftigen und speziell den Buddhismus praktizieren, ernsthafter und aufrichtiger geworden.

Frage: Welche Rolle hat die Spiritualität in Deutschland?

Dalai Lama: In Deutschland? Das weiß ich nicht. Generell glaube ich, daß Spiritualität sehr wichtig ist. Ich unterscheide zwei Ebenen: eine weltliche Spiritualität ohne religiösen Glauben und eine religiöse. Im ersten Fall sind die Menschen sich der positiven menschlichen Werte bewußt und leben danach, wobei es besonders darum geht, sich um andere zu sorgen und für ihr Wohl einzusetzen. Die zweite Ebene der Spiritualität gründet auf religiösem Glauben. Es gibt keinen Zweifel, daß die Gläubigen der verschiedenen Traditionen eine besondere Verantwortung für die Gesellschaft haben. Über die Entwicklung in Deutschland bin ich nicht sehr gut informiert. Zwar war ich schon oft hier und habe hier auch viele Freunde, aber Ihre Frage ist zu umfassend; ich kann sie nicht beantworten. Eine alte Freundin aus Frankreich, die jetzt in Schneverdingen ist, schrieb mir in einem Brief, daß sie 1937 das erste Mal in Hamburg war und daß sich seitdem eine Menge verändert habe. Heute seien die Deutschen viel menschlicher (lacht). Ich selbst, der ich hier zu Unterweisungen eingeladen bin, habe den Eindruck, daß die Menschen offen geworden sind. Andernorts langweilen sich Leute, wenn sie so viel „Lamrim“ hören und tauen erst wieder auf, wenn es Rituale und Tänze gibt. Aber hier hat die Mehrheit der deutschen Teilnehmer enthusiastisch zugehört, und das hat mich beeindruckt. Natürlich sind die Nordeuropäer von Natur her reservierter – ganz anders als zum Beispiel die Italiener. Wenn also Deutsche eine solche Offenheit zeigen, so ist das ein gutes Zeichen.

Frage: Wie stellt sich ein Buddhist zu der Auffassung von Christen, die denken, ihre Religion sei die einzig wahre?

Dalai Lama: Es gibt zwei Konzepte, die beide ihre Berechtigung haben: das Konzept des Pluralismus in bezug auf die Religionen und das Konzept: eine Religion, eine Wahrheit. Wie lassen sich beide vereinbaren, wie lassen sich die Widersprüche lösen? Aus meiner Sicht ist in bezug auf die Gesellschaft das Konzept des Pluralismus relevant. Was den einzelnen betrifft, so ist das Prinzip: eine Religion, eine Wahrheit von besonderer Bedeutung. Was mich angeht: Ich bin buddhistischer Mönch, und für mich persönlich ist der Buddhimus der einzig wahre Weg. Für viele christliche Brüder und Schwestern ist das Christentum die einzig wahre Religion. Wenn ich für mich selbst den Buddhismus praktiziere, bedeutet es aber nicht, daß ich dies auch von anderen verlange. Ebenso sollten Christen anderen ihre Religion nicht aufdrängen und davon ausgehen, daß auch andere das Christentum als einzige Wahrheit anzuerkennen haben. Unter den Menschen gibt es so viele unterschiedliche geistige Neigungen, deshalb brauchen wir eine Vielfalt von Religionen, die diesen gerecht wird.

In vergangenen Zeiten kam es aufgrund des Konzepts „eine Religion, eine Wahrheit“ zu Konflikten, die teilweise gewaltsam ausgetragen wurden, aber das ist Vergangenheit. Die Welt heute ist kleiner geworden, Informationen werden ausgetauscht und überall verbreitet. Unter diesen veränderten Bedingungen ist der Pluralismus der Religionen angemessen. Das Konzept der Bekehrung anderer ist nicht heilsam: Wenn die eine Seite die andere bekehren möchte, dann wird diese Seite es ebenfalls probieren, und so kommt es zum Zusammenprall. So denke ich, daß es wichtig ist, der Realität ins Auge zu sehen: Es gibt unterschiedliche Neigungen und Interessen, es gibt verschiedene kulturelle Hintergründe – das ist eine Tatsache, die wir akzeptieren müssen. Sogar innerhalb des Buddhismus gibt es widersprüchliche philosophische Lehrmeinungen, die alle aus einer einzigen Quelle kommen: den Worten des Buddha Shākyamuni. Warum lehrte der Buddha widersprüchliche Philosophien? Weil er respektierte, daß seine Schüler unterschiedliche Auffassungen und Neigungen haben. Er hat seinen Anhängern nicht seine eigenen endgültigen Einsichten aufgezwungen, sondern entsprechend ihrer geistigen Dispositionen gelehrt. Als Resultat haben wir im Buddhismus widersprüchliche Aussagen von einem einzigen Lehrer. Dies hat mir geholfen, eine Wertschätzung für andere Traditionen zu entwickeln. Ich sehe, daß Christen, Moslems, Juden, Hindus Menschen mit einer anderen Mentalität und einem anderen kulturellen Hintergrund sind und deshalb ihre eigene Religion benötigen. Für manche Menschen ist die Vorstellung eines Schöpfergottes sehr kraftvoll. Für sie gibt es nur dieses einzige Leben, das von Gott geschaffen ist. Dadurch ergibt sich eine sehr enge Verbindung zu Gott. Und wenn du Gott wirklich liebst, muß du diese Liebe zeigen – und zwar zuerst deinem Nachbarn gegenüber. Eine Person, die immer mit ihrem Nachbarn im Streit liegt und währenddessen zu Gott betet, weiß nicht, worum es geht. Ein solches Verhalten ist purer Unsinn, es ist scheinheilig. Um also echte Nächstenliebe zu entwickeln, ist für einige das Konzept eines Schöpfergottes sehr wirksam. Für andere Menschen gibt es keinen Gott, sie setzen mehr auf die Selbstverantwortung. Der Mensch ist quasi sein eigener Schöpfer, und alles hängt von ihm selbst ab, von seinem Geist, von seiner Motivation. Deshalb muß der einzelne sich gut verhalten, und er kann niemanden sonst für sein Leiden verantwortlich machen. Für solche Menschen ist diese Herangehensweise sehr kraftvoll. So glaube ich, müssen wir die verschiedenen Wertvorstellungen akzeptieren und auf dieser Basis einen echten Pluralismus entwickeln.

 

Erschienen in "Tibet und Buddhismus", Heft 48, 1999
www.tibet.de/zeitschrift

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