Veranstaltungen

Buddha-Talk-Programm September 2017

Buddha-Talk bietet jeden Sonntagabend einen authentischen und traditionsübergreifenden Zugang zu diesen verschiedenen Wegen für Interessierte an. RednerInnen der unterschiedlichen Gruppen präsentieren persönliche Einsichten und Erfahrungen buddhistischer Praxis durch wechselnde Kurzvorträge. Das September-Programm finden Sie hier. Hier geht es zur Webseite.

Seltene Gelegenheit

Retreat mit dem Dzogchen-Meister Chögyal Namkhai Norbu in München
14. - 16. Juli 2017

Chögyal Namkhai Norbu ist ein bekannter zeitgenössischer Repräsentant der Dzogchen-Lehre und ein weltweit lehrender authentischer spiritueller Lehrer. Er kommt vom 14.-16. Juli 2017 nach München und führt dort in das uralte Weisheitswissen Dzogchen ein. Im historischen Rundgebäude des Postpalastes in München werden zum Wochenend-Retreat bis zu 1000 Besucherinnen und Besucher erwartet.

Die Gelegenheit ist rar, Chögyal Namkhai Norbu in Deutschland zu hören. So ist er einer der wenigen großen buddhistischen Meister, die noch im alten Tibet eine umfassende klösterliche Ausbildung erhielten. Der Dzogchen-Meister wird auf seinen weltweiten Lehrreisen von seinem langjährigen Hauptsitz in Merigar in Italien kommend in München lehren und im Anschluss nach Wien und China weiter reisen. In der Wiener Hofburg lehrt er vom 28.-30. Juli.

Der Dalai Lama schätzt den 78-jährigen als einen der wichtigsten Botschafter und Kulturbewahrer seines Landes. Chögyal Namkhai Norbu ist jedoch nicht nur ein weltweit unterrichtender spiritueller Meister, sondern auch ein tibetischer Gelehrter und westlicher Universitätsprofessor. Von 1964 bis 1992 lehrte er an der ältesten europäischen Hochschule für Sinologie und Orientalistik in Neapel. Namkhai Norbu ist mit einer Italienerin verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

In München wird er nicht nur Dzogchen als Quintessenz des tibetischen Buddhismus lehren. Namkhai Norbu: „Als ich aus Tibet kam und mich im Westen niederließ, wurde mir klar: Die Dzogchen-Lehren sind ein enormes Wissensgut, das uns helfen kann, unsere menschliche Existenz besser zu leben, jenseits aller kulturellen Bezüge, indem es eine natürliche, spirituelle und soziale Entwicklung ermöglicht.“

Dzogchen ist ein spiritueller Weg der Selbstbefreiung, unabhängig von einem religiösen Kontext, der einen direkten Einblick in die wahre Natur des Geistes jenseits von geistigen Begrenzungen und Konzepten ermöglicht. Die Dzogchen-Praxis wird traditionell von Meistern bzw. MeisterInnen an die Schüler weitergegeben. Chögyal Namkhai Norbu hält eine solche, seit etwa 2000 Jahren ununterbrochene Übertragungslinie und verkörpert als Lehrer eine Brücke zwischen Ost und West

 

Moderne freudvolle Tänze und Yantra-Yoga
Im Münchner Retreat führt er neben spirituellen Methoden auch in das körperlich dynamische Yantra-Yoga-System, den Vajra-Tanz und am Ende jeden Tages in freudvolle Khaita-Tänze nach moderner tibetischer Popmusik ein, die aufzeigen, wie man mit dem physischen Körper, Bewegungen und Energie präsent sein kann.

In München präsentiert sich auch die von ihm 1988 gegründete Hilfsorganisation ASIA, die als eine der größten nichtstaatlichen Organisationen im tibetischen Kulturraum und auch in China Projekte durchführt und Patenschaften vermittelt. Seine Organisation hat nach den Unruhen von 2008 als eine der wenigen Organisationen noch die Berechtigung von China, ihre Projekte durchzuführen. 

Ebenfalls in den 80er Jahren rief Namkhai Norbu das nach dem ersten Tibetischen Königreich benannte Shang Shung Institut ins Leben, das sich für den Erhalt der tibetischen Kultur und Wissenschaften und für die Übersetzung von tibetischen Schriften in westliche Sprachen einsetzt. Der Dalai Lama unterstützt sein Engagement.

Namkhai Norbu ist das inspirierende Herz und der geistige Motor der internationalen Dzogchen-Gemeinschaft mit rund 10 000 Mitgliedern auf der ganzen Welt.

Michaela Doepke

[Fotos copyright Shang Shung Institute, Paolo Fassoli (Bild oben), Niklas Bock (2. Bild v. unten),

 

Mehr zur Veranstaltung in München: dzogchen-munich.org

Dzogchen-Wochenend-Retreat
mit Teachings, Meditation, Yantra Yoga und Khaita-Tänzen

Termin: 14.-16. Juli 2017
Ort: Postpalast München, Wredestraße 10 • 80335 München
Programm und Anmeldung: www.dzogchen-munich.org
Kontakt: Claudia Winter, retreat2017(at)dzogchen.de

Weitere Informationen:

www.dzogchen.de, www.asia-ngo.de, www.shangshunginstitute.org

Videoclip (1:51 min) - Chögyal Namkhai Norbu über Dzogchen (in Englisch):

„Our condition is Dzogchen“: http://vimeo.com/24473172

Bücher und Publikationen:

Chögyal Namkhai Norbu: „Der Weg des Lichts - Sutra, Tantra und Atiyoga“, Windpferd

nur in Englisch:

Chögyal Namkhai Norbu: „Yantra Yoga: Tibetan Yoga Of Movement“, Snow Lion

Zu beziehen über die deutsche Dzogchen Gemeinschaft, shop(at)dzogchen.de:

Chögyal Namkhai Norbu: „Zwei Aufsätze zur Geschichte und Kultur Tibets“, Tashi Verlag

Chögyal Namkhai Norbu: „Spiegel des Bewußsteins“, Diederichs Gelbe Reihe

Chögyal Namkhai Norbu: „Dzogchen - der ursprüngliche Zustand“, Oddiyana Shang Shung Edition

Dokumentarfilm:

„My Reincarnation“ von Jennifer Fox, mit Chögyal Namkhai Norbu und Khyentse Yeshe; Englisch mit deutschem Untertitel

Offizieller Trailer „My Reincarnation“: vimeo.com/29157823

Ladakh-Reise mit Jürgen Manshardt vom 27.07. bis 12.08.2017

Die Pilgerreise nach Ladakh ist eine intensive Begegnung mit der Kultur Ladakhs und eine achtsame Einführung in das Leben und Denken der Menschen im Himalaya. Eine unvergessliche, buddhistische Reise nach "Klein Tibet". Schauen Sie sich hier das Detailprogramm der Reise an.

Weihnachtliches Beisammensein im Tibetischen Zentrum

Am 06. Dezember 2016 möchte wir gerne mit allen, die Freude daran haben, nach einer verkürzten Dienstags-Meditation ein bisschen Weihnachten feiern und zum Jahresende hin einen Moment entspannt beisammen sein. Wer Lust und Zeit hat, kann sehr gerne etwas zum Essen mitbringen und schon gegen 18:00 Uhr vor der Meditation zum Vorbereiten kommen.  Wir freuen uns über alle, die dabei sind.

Meditation zur Geistigen Ruhe in Essen

Am 18. November 2016 um 19.00 Uhr wird Oliver Petersen in der Volkshochschule Essen eine Einführung und praktische Anleitung zu diesem Thema geben. Weitere Infos Seite 1. Weitere Infos Seite 2.

Internationale Friedenskanzel am 11. und 13. November 2016

Unter den Überschriften "Gastfreundschaft" und "Frieden" werden dringende Impulse geben. Unter der Schirmherrschaft von Senator a. D. Ian Karan und Hauptpastorin Dr. Ulrike Murmann veranstalten die Universität Hamburg gemeinsam mit der Akademie der Weltreligionen eine zweiteilige "Internationale Friedenskanzel" Nähere Informationen.

Interreligiöse Seminarreihe der Katholischen Akademie Hamburg "Befreiung feiern"

Eine Begegnung mit Buddhismus, Islam und Judentum

Vertreter der Religionen sprechen am 12.10. (Katholische Akademie), 03.11. (Buddhismus), 16.11. (Islam) und am 25.11. (Judentum). Was bedeutet es, dass Religion von Befreiung spricht? Für die Theologie und den Alltag gläubiger Menschen? Nähere Infos.

Ein Land singt "Om Mani Padme Hum" - Dokumentarfilm über Khen Rinpoche Geshe Pema Samten

„Die Situation in Tibet war während meiner Kindheit und Jugend bedrückend, und ich war sehr unausgeglichen. Irgendwann dachte ich, dass es nicht gut wäre, ein Leben lang so weiterzumachen.“ Diese Gedanken setzte Khen Rinpoche Geshe Pema Samten, damals noch ein einfacher aber willensstarker Bauernjunge, in Taten um und machte sich eigenständig auf den langen und teilweise beschwerlichen Weg Mönch und später Lharampa-Geshe - der höchste Ausbildungsgrad der tibetischen Klosteruniversitäten - zu werden.

Seit 1999 ist Khen Rinpoche Abt des Dargye-Klosters mit dreihundert Mönchen in der tibetischen Region Kham und lebt und lehrt seit 2003 in Hamburg und Hannover (seit 2006) in Deutschland. Er ist Botschafter zwischen der fernen Kultur Tibets und der westlichen Kultur Deutschlands.

Der Dokumentarfilm „Ein Land singt: O mani padme hum“ ist auf den Spuren des tibetischen Meisters Khen Rinponche Geshe Pema Samten unterwegs.

Im Film tauchen wir ein in die Welt der Klöster, Mönche und Nonnen und werden Zeitzeuge des alltäglichen Lebens in Tibet sowie der bewegenden Reise des Khen Rinpoche – vom Exil in Indien mitten in das ferne fremde Europa.

Im Juli/August 2014 waren wir zusammen mit Khen Rinpoche in Tibet. Wir haben sein Heimatdorf in der Region Kham und viele Orte besucht, an denen er gelebt und gelehrt hat und bis heute aktiv ist.

Pragmatisch, still und abseits der großen medialen Öffentlichkeit bewirkt Khen Rinpoche Geshe Pema Samten seit vielen Jahren Hilfsprojekte für die Menschen der Region Dargye und die interessierten Menschen in Deutschland.

Das Filmteam hat seine Familie, Freunde aus Kindheitstagen und seine Schüler kennengelernt, anderen buddhistischen Lehrern sowie Bewohnern der Region Fragen über Khen Rinpoche, den Buddhismus und das Leben in Tibet gestellt und viele Geschichten und Antworten über Vertrauen, Achtsamkeit, Mitgefühl und Weisheit bekommen.

Ob Niederwerfungen, Initiationen, philosophische Debatten oder das Rezitieren von Mantras – die religiösen Rituale in Tibet sind genauso vielseitig wie beeindruckend.

Diese und andere Bräuche lernen die Zuschauer im Dargye-Kloster mit dreihundert Mönchen und zwei Nonnenklöstern kennen. Die Klöster fungieren als zentraler und sozialer Mittelpunkt für die Menschen der ländlichen Region Tibets.

Der Zuschauer wird Augenzeuge von zahlreichen traditionellen Festen & Tänzen und ist zum Beispiel bei einem spektakulären Pferderennen dabei.

Neben diesen aktuellen Aufnahmen aus Tibet wurde für den Film selbst produziertes Archivmaterial benutzt, da das Filmteam bereits seit 2004 die Veränderungen der Region regelmäßig mit der Kamera begleitet. Diese Archivaufnahmen zeigen beispielsweise die Wiederaufbauarbeiten am Dargye-Kloster.

Ende 2014 machte sich das Drehteam nochmals auf den Weg, um in Indien die Schaffens-, Lehr- und Exilzeit von Khen Rinpoche Geshe Pema Samten im Kloster Sera Je zu dokumentieren.

Sein jetziger Wohnort in Deutschland, das Tibetische Zentrum e.V. in Hamburg,  als auch das Tibet-Zentrum Samten Dargye Ling e.V. in Hannover, an denen Khen Rinpoche seit vielen Jahren ständiger Lehrer ist, sind weitere Drehorte, die für Aufnahmen, Veranstaltungen und Interviews besucht wurden.

(Text: Pia Busse)

Hier geht es zum Trailer.

Filmteam:

Kamera, Text/Redaktion, Rohschnitt: Andre Konarske

Interviews, redaktionelle Drehbegleitung, Projektmanagement, Crowdfunding: Pia Busse

Schnitt: Hermann Ehresmann

Musik: Tom Bredthauer, Kelsang Chuckie Tethong, Jane Winther

Chongalhamo: Live-Übersetzung Tibetisch / Deutsch

Geshe Palden Öser und Getsülma Losang Chökyi: Übersetzungen und Transkription Tibetisch-Deutsch

Yili Wang: Chinesische Übersetzung und Transkription

Martin Heckmann: Sprecher Deutsch und Englisch

Daniell Bullinger: Englisch Übersetzung

Klaus Schaarschmidt: Organisation der Kinos und Terminplanung 

Eun-Wha Kim: Webseitenaufbau, Gestaltung, Konstruktion  

Das gesamte Team besteht aus (in ihren Bereichen) ausgebildeten und professionellen Mitarbeitern.