Was sagen die Studenten?

Mark Gutsche, Fernstudent

Das Studium ist die Geistesschulung in logische Form gebracht, sodass man sie gut nachvollziehen kann und es nicht bei vagen Vorstellungen bleibt. Der Nutzen ergibt sich vor allem, wenn man das Studium in die Praxis umsetzt. Ich kann zwar nicht von mir behaupten, dass ich die Philosophie unmittelbar in die Praxis umsetze, aber ich habe gute Grundlagen, um bestimmte Themen auch in der Meditation zu vertiefen und Zweifel in der buddhistischen Lehre auszuräumen. Wenn ich mit anderen Buddhismus-Interessierten, die nicht studiert haben, zusammenkomme, merke ich, dass ich ein solides Grundwissen habe. Bestimmte Probleme und Fragen stellen sich mir nicht mehr. Wir haben in Indien viele getroffen, die seit Jahren Buddhismus praktizieren, aber vielfach gar nicht wissen, was sie da eigentlich machen. Das scheint mir keine tragfähige Basis für die Praxis zu sein. Stabilität ergibt sich, wenn man einen theoretischen Hintergrund hat.

Bärbel Mayer, Fernstudentin

Als Fernstudentin bin ich zunächst einmal mit dem Studienmaterial allein. Durch die halb­jähr­lich stattfindenden Studientreffen habe ich aber auch guten Anschluss an die Gruppe gefunden.

In den ersten beiden Jahren haben wir uns viel Basiswissen erarbeitet. Am Anfang hat man Dinge, die man noch nicht so einordnen kann. Wie bei einem Puzzle, das sich erst im Laufe der Zeit zusammensetzt. Jetzt im neunten Semester entsteht langsam ein Bild, das schon grandios ist. Das Studium für sich genommen ist theoretisch, aber die meisten Studenten – ich selber auch – belegen weitere Seminare, die praxisbezogener sind. Das philo­sophi­sche Studium ist eine Basis, um ein tiefes Verständnis des Buddhismus zu erhalten. Durch Studium und Praxis hat sich in meinem Leben einiges verändert. Ich gehe an Alltagssituationen logischer heran und habe das Gefühl, in meiner Reaktion mehr Auswahlmöglichkeiten zu haben. 

Maria Wendt, Direktstudentin

Durch das Buddhismus-Studium lerne ich, den Geist zu benutzen, zu erkennen, was der Geist ist und was er macht. Dann kann ich auch gegensteuern, wenn er ins Negative abgleitet. Am Anfang hatte ich Bedenken, weil ich die Älteste bin, ob ich das überhaupt schaffen kann. Dann habe ich es entspannt genommen und gedacht, ich komme eben so weit es geht. Natürlich möchte ich gerne den Erleuchtungs­geist entwickeln, was ein großes Ziel ist. Der Gedanke, etwas zum Wohle aller Lebewesen zu tun, ist sehr schön, das ist ein wichtiges Ziel. So kann man viel verändern in der Welt, Stück für Stück. Die Gemeinschaft finde ich auch sehr schön, es tut mir gut, mich mit anderen Studenten auszutauschen. Ich kann nur jedem empfehlen– auch wenn er schon älter ist – trotzdem mit dem Studium anzufangen. Ich habe in meinem Leben viele Entscheidungen treffen müssen, aber die Entscheidung für das Studium war die beste.

Katja Römmling, Fernstudentin

Im Studium habe ich mir systematisches Wissen über den Buddhismus und die verschiedenen Schulen angeeignet. Damit kann ich die Zusam­menhänge besser verstehen und Dinge ausein­anderhalten. Dadurch, dass man genauer Be­scheid weiß, kann man auch besser meditieren.

Mir ist auch gelungen, das Lernen in meinen Alltag zu integrieren, also Zeit einzuplanen für das Hören der Arbeitskreise, das Lesen der Unterlagen und das Durchdenken und Vorbereiten von Fragen für die Diskussion.

Das Meditieren ist einfacher geworden, weil ich mehr weiß. Und wenn wir bei unserem Lehrer in Berlin sitzen und Diskussionen laufen, dann kann ich alles gut zuordnen. Es ist viel leichter, den Belehrungen zu folgen.

Elke Wehaus, Fernstudentin

Durch das Buddhismus-Studium habe ich viel für mich selbst gelernt, aber auch was den Umgang mit anderen Menschen angeht. Beeindruckend ist für mich, dass ich durch das Studium lernen konnte, Geduld zu entwickeln. Ich arbeite viel mit Menschen, und früher wurde ich schnell ungeduldig. Aber jetzt habe ich verstanden, dass man die Welt auch mit anderen Augen sehen kann, dass die Dinge nicht aus sich selbst heraus existieren. Alles steht im Zusammenhang miteinander, so eben auch die Beziehungen. Wenn ich jetzt ungeduldig werde, kann ich sehen, dass das ganz stark auch mit mir und meinen Vorstellungen und Konzepten zu tun hat. Das hat mich nachhaltig verändert. Ich lerne im Studium zwei wichtige Dinge: Die Wirklichkeit ist anders, als ich bisher dachte. Es gibt nichts, was inhärent, aus sich selbst heraus existiert. Das zweite ist die Konsequenz daraus. Wenn man das bedenkt, beginnt man automatisch, sich zu verändern.

Katharina Kalcher, Fernstudentin

Durch das Buddhismus-Studium lerne ich genau und strukturiert zu denken. Ich bemühe mich, die einzelnen Lehrmeinungen zu verstehen und auch vertreten zu können. Das schult meinen Geist. Es hat mich wacher gemacht, ich kann klarer wahrnehmen, was gerade ist.

Durch das Studium wurde mir klar, dass meine Sicht auf die Welt eine subjektive, konzeptuelle ist. Verändert sich die Sicht, verändern sich auch die Gefühle. Plötzlich habe ich die Wahl, bin meinen Emotionen nicht mehr so ausgeliefert wie früher. Ich bin überzeugt, dass das Studium das perfekte Rüstzeug ist, um ernsthaften einen spirituellen Weg zu gehen.

Gerhard Krampitz, Fernstudent

Im Buddhismus-Studium lerne ich viel über mich selbst, das heißt, wie der Geist funktioniert, welche Eigenarten er hat und welche Probleme er machen kann. Wenn ich früher aufgeregt oder nervös war oder mich geärgert habe, dann war das eben so. Heute kann ich es mir besser erklären und differenzieren: Das ist jetzt nicht die Realität. So übe ich mit diesen Emotionen und kann sie anders verarbeiten. Im Alltag beziehe ich das, was ich über den Geist gerlernt habe, auch auf andere: welche Schwierigkeiten sie mit ihren Geisteszuständen haben, oft ohne es zu merken. So bin ich dichter an der Realität.

Tom Körlin, Direktstudent

Durch die intensive Beschäftigung mit dem Buddhismus habe ich – auch wenn es hochtrabend klingt – einen Sinn im Leben gefunden. Aber nicht nur Sinn, sondern auch Vertrauen, denn das Studium basiert auf authentischen Schriften. Wir haben die Biographien einiger herausragender Persönlichkeiten kennengelernt. Und diese Meister zeigen, dass es Entwicklungsmöglichkeiten außerhalb unseres materialistisch ausgerichteten Lebensstils gibt. Das habe ich zum ersten Mal erkannt, und es hat für mich einen phänomenalen Wert.

Margret Waldmann, Direktstudentin

Im Buddhimus-Studium lerne ich in erster Linie, wie mein Geist funktioniert: wie ich die Welt falsch wahrnehme, wie dadurch in mir Emotionen wie Wut, Anhaftung und Ablehnung entstehen. Durch das Studium wird mir bewusst, dass die Welt, die Phänomene um mich herum, die anderen Menschen in Wirklichkeit ganz anders sind, als ich sie wahrnehme. Dadurch bin ich ruhiger geworden, reagiere weniger emotional und kann andere Menschen mit mehr Geduld und Mitgefühl betrachten.

 

 

 

 

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