Dalai Lama: Einigung mit China immer schwieriger

Am 25. Oktober wurde der Dalai Lama mit den Worten zitiert, er habe die Hoffnung auf einen Dialog mit Peking aufgegeben.

Am 26. Oktober präzisierte S.H. der Dalai Lama in einem Statement seine Aussagen: "Ich habe nicht mein Vetrauen in das chinesische Volk aufgegeben, aber mein Vertrauen in die gegenwärtige chinesische Regierung schwindet, und es wird alles sehr schwierig."

Er habe sich im Umgang mit China jahrelang um einen Weg des Ausgleichs und des Kompromisses bemüht. Aber es gab kein positives Entgegenkommen von der chinesischen Seite, nicht einmal nach den Unruhen im März 2008. Statt diese Unruhen zum Anlass zu nehmen, das Tibetproblem zu lösen, habe Peking mit Härte reagiert.

Tibet sei nicht nur eine Sache des Dalai Lamas, es gehe alle sechs Millionen Tibeter an, so das tibetische Oberhaupt. Nun solle die demokratisch gewählte Exilregierung den weiteren Kurs bestimmen.

Die Äußerungen des Dalai Lamas kommen unmittelbar vor einer erneuten Gesprächsrunde mit der chinesischen Führung, die für Ende Oktober geplant sein soll. Die Verhandlungen waren zuletzt nach den antichinesischen Unruhen im März und der anschließenden Niederschlagung der Proteste aufgenommen worden. Die ersten Verhandlungen vor den Olympischen Spielen erzielten jedoch keine konkreten Ergebnisse.

Die Originalmitteilung des Dalai Lama in englischer Sprache:
savetibet.org/news/newsitem.php

Hintergrundbericht der Washington Post in englischer Sprache:

newsweek.washingtonpost.com/postglobal/pomfretschina/2008/10/the_end_of_the_line_for_the_da.html

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