Hilfe für Burma

Viele fragen sich derzeit, wie sie etwas tun können, um die fürchterliche Not im Süden Burmas zu lindern, da die Militärregierung großen Hilfsorganisationen den Zugang verwehrt.

Die Deutsche Buddhistische Union (DBU) unterstützt über buddhistische Klöster in Myanmar/Burma die notleidende Bevölkerung direkt, ohne Umweg über andere Organisationen oder die Militärregierung.

Es werden Lebensmittel, Wasser, Moskitonetze und Medikamente gekauft, vorwiegend aus dem Norden Burmas, wo es ausreichend gibt. Die Güter werden durch Einheimische direkt, unbürokratisch und ohne weitere Kosten an die Bedürftigen im Süden verteilt.

Somit ist garantiert, dass Ihre Spende zu 100 Prozent den bedürftigen Menschen helfen wird. Auch eine kleine Summe hilft.

Spendenkonto der DBU:
Kontonummer 700 50 50 500, BLZ 430 609 67, GLS-Gemeinschaftsbank
Verwendungszweck: "Spende Burma" - bitte unbedingt angeben!
IBAN: DE 16430609677005050500, BIC/SWIFT: GENODEM1GLS

Lesen Sie im Folgenden den Bericht von Petra Kühl, die direkte Kontakte nach Burma hat:

"Ich habe in den letzten Tagen regelmäßig direkten oder indirekten Kontakt mit Freunden in Yangon und Mandalay gehabt und diese Informationen aus 1. Hand bekommen.

In den weltweiten Medien wird von der katastrophalen Lage in Myanmar berichtet und es ist mittlerweile offensichtlich, wie schwer dieser Wirbelsturm den Menschen und dem Land Schaden zugefügt hat. Wie die aktuelle Situation in Myanmar wirklich ist, kann man nur schwer abschätzen, aber noch immer steigt die Zahl der Todesopfer (mittlerweile wird von 100.000 gesprochen) und es wird geschätzt, dass ca. 2 Millionen Menschen obdachlos geworden sind. Die Ernährungs- und Trinkwassersituation ist katastrophal und das Risiko von Seuchen steigt täglich. 95% der Reisfelder und der Ernten sind vernichtet, ganze Dörfer bzw. Kleinstädte verschwunden.

Erschwerend kommen die jetzt einsetzenden Monsunregen hinzu, die die bereits bestehenden Überschwemmungen weiter ansteigen lassen und den Zugang zu den Notstandsgebieten über Land noch weiter behindern, ja größtenteils unmöglich machen. Das stehende Brackwasser ist sehr warm und Leichen und Tierkadaver verfaulen darin. Erste Seuchenfälle sind bereits bekannt geworden. Moskitos vermehren sich rasant und es fehlt den meisten Menschen an Moskitonetzen, wodurch die Gefahr von Malaria und Denguefieber in den letzten Tagen enorm gestiegen ist.

Eine Bekannte, die die landwirtschaftliche Situation im Delta dokumentieren sollte, ist unter Schock nach Yangon (Rangoon) zurückgekehrt und berichtet von verwesenden Leichen auf Bäumen und Überlebenden, die, obdachlos geworden, das stinkende Wasser zwischen faulenden Tierkörpern durchwaten, um einen sicheren Platz zu finden. Es bedarf nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass in einer solchen Umgebung niemand lange überleben kann, zumal die Menschen nichts zu essen bekommen.

Eine groß angelegte medizinische Versorgung ist noch nicht einmal im ebenfalls stark betroffenen Yangon gegeben, da das Städtische Krankenhaus noch immer ohne Strom ist und ausschließlich mit Generatoren funktioniert. Deren Kapazität ist jedoch nicht ausreichend für die Massen der Hilfe suchenden Menschen und so werden viele abgewiesen. Sie sind auf sich gestellt wie auch alle anderen Opfer, die auf die eine oder andere Weise von dem heftigsten Wirbelsturm seit 20 Jahren geschädigt wurden.

In Yangon sind viele Stadtteile sehr zerstört worden, nur wenige wie z.B. Chinatown blieben verschont. 70% aller Bäume in Yangon liegen entwurzelt auf zerschmetterten Hausdächern, Autos oder quer über den Straßen. Die Menschen müssen selbst dafür Sorge tragen, dass die Straßen frei werden, da selbst die eingesetzten Soldaten ohne Gerätschaften mit den bloßen Händen arbeiten. Die Preise für Wasser, Wellblech, Plastikplanen und Nahrungsmittel steigen ständig. Die Menschen und das Land stehen vor fast unlösbaren Problemen.

Der UN-Sicherheitsrat ist wieder einmal beschlussunfähig. Die Militärs verhindern die Verbreitung der Nachrichten innerhalb des Landes, was dazu führt, dass in allen Landesteilen nördlich des Deltas niemand so genau weiß, wie schlimm die Lage ihrer Landsleute eigentlich ist. Internet, Telefon und die Versorgung funktionieren dort fast normal. Städte wie Mandalay und die neue Hauptstadt Naypyidaw machen "business as usual" und die Einwohner dieser Regionen empfangen Nachrichten über das eigene Land nur von ausländischen Sendern via Satellit.

Es ist schwer zu sagen, wie lange es noch dauert, bis der Zugang zu den am schlimmsten betroffenen Gebieten im Ayeyarwaddy Delta überhaupt möglich ist. Wie wir inzwischen alle verstanden haben, sind die militärischen Machthaber des Landes nicht im Geringsten daran interessiert, den Notstandsgebieten die dringend notwendig erste Katastrophenversorgung zukommen zu lassen. Einreisegenehmigungen für internationale Helfer werden verweigert, Landeerlaubnisse für die Cargoflugzeuge der Hilfsorganisationen nicht erteilt, den internationalen Logistikern ist es nicht gestattet, die Waren selbst auszuladen und den Weitertransport zu veranlassen, kurz die Generäle lassen sich nichts aus der Hand nehmen und zeigen im staatlichen Fernsehen Propagandabilder von birmanischen Offizieren bei der Verteilung von Hilfsgütern an die Bevölkerung inklusive ausgiebigem Händeschütteln und Verbeugungen seitens der Empfänger.

Inzwischen haben viele Klöster die Beherbergung und Verpflegung Not leidender Menschen in Yangon in Eigeninitiative übernommen, aber auch bei ihnen ist es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis alle Vorräte restlos aufgebraucht sein werden. Es ist also sehr wichtig, direkt und vor Ort diese Klöster mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Brennmaterialien zum Kochen zu versorgen. Sie verfügen oft über die notwendige Struktur, um viele Menschen verpflegen zu können. Des Weiteren brauchen diejenigen Klöster, die als Schulen und Waisenhäuser fungieren (und die wir mit Ihrer Hilfe bereits intensiv unterstützt haben), und über deren Situation bisher nichts bekannt ist, ebenfalls dringend Unterstützung in Form von Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten."

Petra Kühl (9. Mai 2008)

Infos zur Spendenaktion:
www.dharma.de/dbu/pdfdocs/info_spendenburma.pdf

Spendenkonto der DBU:

Kontonummer 700 50 50 500, BLZ 430 609 67, GLS-Gemeinschaftsbank
Verwendungszweck: "Spende Burma" Bitte unbedingt angeben!

IBAN: DE 16430609677005050500, BIC/SWIFT: GENODEM1GLS

Die Spenden werden persönlich in den Klöstern abgegeben!
Es entstehen keine Verwaltungskosten.
Die DBU kann im darauf folgenden Jahr eine Spendenquittung ausstellen, dazu aber bitte die Adresse angeben.
E-Mail: dbu(at)dharma.de , www.buddhismus-deutschland.de

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