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2 - Offenes Forum zum Buddhismus: Ole Nydahl und der Diamantweg
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Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo ihr lieben,
des öfteren lese ich jetzt schon hier eine paar werbungen für diamantweg-buddhismus des ole nydahl. Und ich muss jetzt einfach mal meinung loswerden....;o) ich komme aus buxtehude in der nähe von hamburg. Als wir uns entschlossen haben, uns einem zentrum anzuschließen haben wir uns erst einmal erkundigt, welche möglichkeiten wir hier in unserer nähe haben. Wir haben hier in jork eine gruppe des ole nydahl, die ihr zentrum in hamburg haben. Weitehin gibt es noch ein zentrum des diamantweges in hamburg altona und natürlich das zentrum in rahlstedt. Da wir es in unserer anfangsphase sehr merkwürdig fanden, das es zwei zentren des diamantweges in hamburg gibt haben wir ein wenig tiefer reingeschaut und uns mit dem thema ole nydahl beschäftigt.
Meiner meinung nach ist der 17. Karmapa, den die anhänger von ole verehren nicht der richtige, sonder der 17. Karmapa des zentrums in altona Urgyen Trinley Dorje. Er ist von s.h. dem dalai lama anerkannt worden, der von ole nicht. Ole vertritt eine art buddhismus, die er für den westen aufbereitet hat. Dieser soll ganz schnell zur erleutung führen und zwar auf dem direkten weg. Dieser weg fängt dort an, wo der weg des grossen fahrzeugs endet.
Im grunde muss jeder seinen weg finden und gehen, aber einige dinge beim weg des ole nydahls finde ich persönlich sehr verwerflich. Zum beispiel sind in vorträgen immer wieder politische dinge zu hören, die dort einfach nicht reinpassen und gegen den buddhismus sprechen. Das judentum und den islam zu verdammen, sind doch wohl nicht grad sehr buddhistische einstellungen, oder....??-auch habe ich persönlich in einem vortrag zum beispiel den satz „ gut das die chinesen da sind, sonst wäre der buddhismus nicht in den westen gekommen.“ vernommen.
Eine weitere sache finde ich persönlich denkwürdig: ole nydahl ist nach nur drei jahre zum lama ernannt worden..... studieren die tutoren, lamas und geshes nicht schon jahrzehnte lang.....??-für mich persönlich ist ole nydahl kein lama....
In hamburg wird grad das zentrum oles neugebaut und vergrößert....... dieses zentrum und auch das in jork sind groß, neu, modern eingerichtet, und das mit viel viel geld...... woher stammt das geld.......???-wenn ich mir das anderen zentrum oder unser zentrum in rahlstedt anschaue, weiß ich, das alles geld zunächst einmal nach indien geht um dort zu helfen...... finanziell geht es, so glaube ich beiden zentren nicht rosig....... das zentrum von ole strotzt aber vor moderner einrichtung und technik.....
Mir drängt sich der eindruck auf, das dieser ole nydahl, der übrigens mit zwei frauen zusammenlebt ( seiner ehefrau hanna und seine gefährtin caty ) nicht ganz mit offenen karten spielt und der welt eine art von buddhismus verkauft, der im ansatz vielleicht viele gute ansätze hat aber tiefer blickend sehr oberflächlich und berechnend ist.....
Mit friedvollem gruss
raphael-- raphael krommus, 31.03.2004, 20:33
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo Raphael, genau das sind auch meine Einwände gegen Ole Nydahl. Ich habe mich sicherlich nicht so intensiv mit dem Thema befasst wie Du es getan hast. Aber mich irritieren auch die gleichen Dingen wie z.B. dass jemand so rasch Lama werden kann oder wie er selbst sagt 500 Frauen im Bett hatte, rassisistische Äußerungen gemacht hat usw. Jedoch ist sicherlich zu unterscheiden, dass viele der Menschen die sich dieser Gruppe angeschlossen haben gute Menschen sind. Die ggf. auch die Vorgehensweise und Art des Ole Nydahl nicht gutheissen. Es gibt Menschen die ihn verteidigen und auch das was er tut. Aber mit Buddhismus hat das meiner Meinung nach nichts zu tun - gar nichts!!!!-- Thomas Heinz, 01.04.2004, 07:31
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Lieber Thomas, lieber Raphael,
es ist interessant das hier zu lesen, da ich aus drei verschiedenen Quellen meiner Umgebung, die Ole Nydahl alle persönlich erlebt haben, ähnliches gehört habe. Ich würde einem Anhänger von Ole Nydahl nie unterstellen, das er nicht ein ehrlich Suchender ist, doch bin ich mittlerweile der Ansicht das die Sinnsuche hier zur persönlichen Profilierung und zum Kommerz genutzt wird. Ich habe mir allerdings mittlerweile abgewöhnt, außer wenn ich direkt darauf angesprochen werde, etwas zu Ole Nydahl zu sagen, da ich damit bisher jedesmal scharfe Reaktionen geerntet habe, wo die Vokabeln "Hetze" und "Verschwörung" noch das mildeste waren. Wer ihn gut findet, der soll halt dieses Weg gehen. Jeder ist selbst seines Glückes Schmied.
Herzliche Grüße
Perino-- Perino Heydemann, 01.04.2004, 11:14
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Liebe Freunde,
es könnte sein, dass Raphael Bezug auf meinen Beitrag vom 30.03.04 genommen hat, in dem ich dem Freund Thomas – der gerne ein tibetisches Zentrum in Trier eröffnen möchte - den Kontakt zu einer buddhistischen Gruppe in Trier empfohlen habe, die zur Karma Kagyü Schule gehört.
Meine Motivation war, Thomas in seinen Bestrebungen zu unterstützen, indem ich ihn auf eine bereits existierende Gruppe vor seiner Haustür aufmerksam machte. Nicht, um sich denen unbedingt anzuschließen, sondern zwecks des Austausches unter Freunden, die beide das gleiche Ziel haben: Aus Mitgefühl den Menschen ein Angebot zu machen um mit Buddhas Belehrungen in Kontakt zu kommen.
Leider konnte ich nicht ahnen, dass Thomas etwas gegen Lama Ole hat, was ja sein gutes Recht ist. Ich fand es nur Schade, dass er sich von dem Potential, dem Know-How der Freunde vor Ort in Trier abschneidet, weil er einen ihrer Lehrer nicht mag.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist dies doch ein offenes Forum und man muß nicht unbedingt Gelugpa sein, um hier mitzumachen, wenn man sich benimmt, oder ?
In einem anderen Forum der DBU bin ich übrigens anderen Teilnehmern wie Perino und Gabriele über den Weg gelaufen und ich glaube, wir haben Respekt voreinander.
Perino, ich erinnere Dich an unsere Übereinstimmung bzgl. der LSD-Geschichte in diesem Forum.
Auch andere geschätzte Teilnehmer des DBU Forums sind Schüler von Ole und vom Karmapa Thaye Dorje.
Vorschlag: Schaut Euch die Schüler von Ole an und seine Lehrer (16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje, Lopön Tsechu Rinpoche, Kalu Rinpoche, ...), um dann auf ihn zurückzuschließen.
Zu Raphaels Frage nach dem „richtigen“ Karmapa: So sehr ich den Dalai Lama schätze, aber niemals hat ein Dalai Lama einen Karmapa anerkannt, das ist völlig unmöglich, die Karmapas haben sich immer selbst identifiziert. In den meisten Fällen hat der zweite Mann in der Linie, Künzig Sharmapa im Nachhinein die Bestätigung gegeben.
Die „Anerkennung“ durch den Dalai Lama kann also kein echtes Kriterium sein bzgl. der „Echtheit“ des Kandidaten.
Ich weiß auch nicht, ob Raphael bereits einen der beiden getroffen hat. Ich traf Thaye Dorje mehrmals, mein Vater traf Ürgyn Trinley, als er noch in Tsurphu war. Wir sind uns einig.
Aber dies ist ein sehr schwieriges Feld !! Das Beste wäre, man würde sich über Thaye Dorje selbst ein Bild machen, er ist in wenigen Wochen in Hamburg.
Bzgl. Oles Lama-Titel weise ich auf zwei Dokumente hin, welche im Internet auf seiner Seite zu finden sind, eines ist von Künzig Sharmapa, das andere von Khenpo Chödrak Rinpoche.
Raphaels Andeutungen über die Finanzierung des Zentrums in der Thadenstr. gehen voll unter die Gürtellinie. Zufällig kenne ich etliche der Freunde, die dort wohnen und arbeiten und habe miterlebt, wie sie in den letzten Jahren in einem unglaublichen Kraftakt, weitgehend in Eigenleistung das Zentrum aufgebaut haben – viele Freunde sind regelmäßig aus ganz Deutschland und dem Ausland angereist und haben aus reinem Idealismus mitgeholfen – jahrelang – die Gebäude sind nicht innerhalb kurzer Zeit hochgezogen worden.
Viele andere Freunde haben Geld gespendet oder geliehen, Banken und Baubehörden mussten überzeugt werden ... ein immenser Kraftakt aus reinem Idealismus.
Jetzt meditieren dort täglich ca. 80 oder mehr Freunde ...
Wer will, kann übrigens sämtliche Papiere einsehen. Die Finanzierung liegt völlig offen ...
Ich hör jetzt auf und wünsche Euch alles, alles Gute .... Andreas-- Andreas M., 02.04.2004, 18:43
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Meine Erfahrungen sind ebenfalls negativ. Ich hab nachdem ich durch einige Filme und Bücher zufällig auf den Buddhismus aufmerksam wurde als erstes Kontakt zu der Diamantwegschule von Ole Nydahl gesucht d.h. ich hab versucht über die Internetseite Kontakt aufzunehmen. Die Antworten auf meine Anfragen vielen überhaupt nicht so aus wie ich sie mir von Buddhisten vorgestellt hätte. Nachdem ich immerwieder auf Bücher aus dem eigenen Verlag verwiesen wurde und am Ende dann gar keine Antworten auf meine Fragen mehr bekam war ich sehr entäuscht. Da ich damals erstmal Halt suchte und Adressen bzw. Material mich weiter zu entwickeln war dies eine sehr negative Erfahrung und ich wäre damals beinahe wieder vom Weg abgekommen.
Ich kann die ganzen Dinge nach dem oberflächlichen Kontakt wohl nicht einschätzen aber irgendwie sagte mir mein Gefühl damals dass das ganze falsch ist. Heute ist das erstemal das ich auch von anderen negative Eindrücke erfahre ansonsten wusste ich nichts über die Schule und ich hatte sicher keine Vorurteile.
>>>>>mich irritieren auch die gleichen Dingen wie z.B. dass jemand so rasch Lama werden kann oder wie er selbst sagt 500 Frauen im Bett hatte, rassisistische Äußerungen gemacht hat usw.<<<<<
Ich würde gerne einige Belege zu diesen Aussagen bekommen. Ich glaube wenn der Buddhishmus eines der Größten Geschenke und besten Dinge auf diesem Planeten ist dann gibt es nichts verwerflicheres als seine Inhalte für ihm entgegengesetzte Ziele auszunutzen bzw. in Zweckzuentfremden.
Das seine Anhänger in guten Glauben handeln steht dabei ja ausser Frage.
Gruß
Marc-- Marc B, 04.04.2004, 17:58
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Jeder hat seinen Platz im Leben und dient uns in gewisser Weise, so wohl auch dieser Lama. Dank ihm können wir z.B.unseren Ist-Stand prüfen, wie weit wir zum Beispiel in der Lage sind, nicht unheilsam zu denken, zu reden und zu handeln. Buddha lehrt uns ja, nichts als richtig für uns anzunehmen, was wir nicht geprüft und als richtig erkannt haben. Was andere tun und als richtig erkennen, können wir eh nicht nachvollziehen, die haben andere Wertmaßstäbe, wir sind ja alle erst auf dem Weg. Ein ganz wichtiger Punkt der buddhistischen Geistesschulung ist: Kümmere dich nicht um die Angelegenheiten anderer! und ich sehe darin einen Schutz, weil wir dadurch weniger Anlässe haben, Zwietracht zu säen, negativ über jemanden zu reden, jemanden zu verurteilen usw.
Diese Menschen sind auch unsere Lehrer, aber sehen und erkennen reichen.
Vielleicht reflektiert er ja Teile unseres Gedankengutes auf einer anderen Ebene und durch ihn erkennen wir uns?
Liebe Grüße Birgit-- Birgit Prader, 04.04.2004, 22:59
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Liebe Freunde,
die einzige frage die sich stellt ist doch folgende:
Ist dieser Lehrer frei von Fehl, hält er die Verpflichtungen ein und ist er in der Lage mich durch geeignete Unterweisungen zur Befreiung zu führen.
Zumindest stellen sich diese Fragen für mich.
Es ist nicht meine Aufgabe zu Urteilen, denn es wäre von mir sehr vermessen, wenn ich der meinung wäre, ich könnte jemanden oder seine innere Verwirklichung richtig beurteilen.
Lieber Perino, ich verstehe dich, kann dir aber versichern, dass du dir keinerlei Sorgen machen musst. Niemand wird dich dazu zwingen Ole als deinen Lama anzuerkennen :)
Ich weiss nicht wie es euch geht liebe Freunde, aber je mehr ich mich mit anderen Lehrern beschäftige, umso dankbarer bin ich dafür, dass Geshe-la unser Lehrer war und ist.
Er war ein ganz besonderer Mensch, und seine Reinheit beschämt mich manchmal wenn ich über meine eigene Begrenztheit nachsinne.
Ich sehe es ähnlich wie birgit. Alles hat sinn und ist gut so wie es ist. Auch wenn mein begrenztes Verständnis dies nicht immer so empfindet.
Ich hoffe dass alle Schüler Geshe-las ebenso empfinden und sich darüber im Klaren sind, wie groß sein Mitgefühl gewesen sein muss, uns als seine Schüler anzuerkennen.
Ich bin dankbar und guter Dinge. Nicht weil mein Ego dies mir ständig sagt, sondern weil ich um die einzigartige Gelegenheit weiss, Geshe-la getroffen zu haben. Ich hoffe auch in zukünftigen Existenzen auf Ihn zu treffen und weiter dem Weg des Dharma folgen zu können. In diesem Sinne meine Freunde, herzlichst...-- Martin Schramm, 05.04.2004, 09:15 Anhang: gtn_tempel_med.jpg - Geshe-la
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo zusammen,
bin neu hier und freue mich dieses Forum gefunden zu haben. Ich habe mich mal intensiv mit Buddhismus beschäftigt, aber dann wieder ein paar Gänge zurückgeschaltet gg.
Von Ole Nydahl kenne ich genauso wenig wie eurer Gemeinschaft.
Als "Außenstehender" habe ich nach Besuch seiner Webseiten den Eindruck, das er sich da über Jahre was großes aufgebaut hat. Es ist eine Show die da abläuft, mit der er sehr viele Menschen begeistert und anspricht. Das er so erfolgreich ist, liegt an dem Zeitgeist denke ich. Zwischen "Glücksrad" und "Wer wird Millionär" ein wenig Buddhismus für die Seele - "ist doch schick..."
Tibetischer Buddhismus kommt mir irgendwie leidvoller und einsamer vor...
Vom Buddhismus wird ja gesagt, das es viele Wege gibt - jeder Mensch kann da seinen Zugang finden denke ich und wird mit wachsender Einsicht diesen auch korrigeren können wenn es nötig ist.
Sachit :-)-- Norbert Paßlack, 06.04.2004, 07:45
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Lieber Norbert,
ich musste erst ein wenig nachdenken, wie du darauf kommst das der Tibetische Buddhismus eher "leidvoll und einsamer" ist.
Aber dann kam ich zu dem Punkt, dass ich selber manchmal den Zen als streng und konservativ empfand. Inwieweit dies zutrifft, ist ja immer so eine sache.
Sicherlich hast du in anbetracht der chinesichen invasion in tibet recht, was das leidvolle anbelangt. aber es heisst ja stets, das in krisen chancen liegen. ob es nun konkret die tatsache ist, dass dadurch der buddhismus in den westen kam oder ob es uns dazu anhält uns mehr mit dem glauben zu beschäftigen und vertrauen zu entwickeln.
wenn ich mir aber nun nochmal tibet und seine menschen vergegenwärtige, dann kann es bestimm sein, dass der aspekt einsam zutrifft. aber dennoch sind diese aspekte nicht das, was den tibetischen buddhismus ausmacht, sicherlich aber beeinflusst :)
ich hoffe du weisst um die einzigartige möglichkeit hier im zentrum oder als fernstudent den dharma zu studieren. es werden dadurch wahrscheinlich viele fragen in dir geklärt.aber auch neue aufgeworfen. eine reise deren ziel die erleuchtung sein soll.wenn auch nicht in diesem leben, dann vielleicht in einer der nächsten existenzen :) und genug reisebegleiter wirst du hier im zentrum und forum sicherlich finden :) in diesem sinne, herzlichst...-- Martin Schramm, 06.04.2004, 09:57 Anhang: tibet01.jpg - Geshela und S.H.
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
hallo ihr lieben,
erst einmal möchte ich mich für die vielen antworten bedanken. sie haben mich teilweise sehr nachdenklich gemacht. ich für meinen teil werde meine gedanken bezüglich ole nydahls hinten anstellen, um mich auf den weg zu konzentrieren, den ich gehen will. ich fange langsam an, den weg in mein tägliches leben einzubauen und ihn zu praktizieren. ich habe meinen weg gefunden, und bin darüber sehr dankbar. leider habe ich geshe la nicht mehr kennenlernen und erleben dürfen, aber ich habe dafür die anderen tutoren des zentrums und geshe pema samten kennenlernen und erleben dürfen. ich habe sehr grosse hochachtung vor christof, oliver und natürlich geshe pema samten. sie sind grosse lehrer, die das werk von geshe la würdig weiterführen werden.... da bin ich mir ganz sicher....
ihr beispiel und ihre positive energie sind mir eine tägliche zuflucht und begleiter auf dem weg, den ich gehe....
mit friedvollem und dankbarem gruss
raphael-- raphael krommus, 06.04.2004, 12:25
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Lieber Norbert,
>>Tibetischer Buddhismus kommt mir irgendwie leidvoller und einsamer vor...<<
kannst Du benennen, was diesen Eindruck in Dir hervorgerufen hat?
Herzliche Grüße
Perino-- Perino Heydemann, 06.04.2004, 12:43
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hi Perino,
ich habe den Eindruck geschildert den ich bekam als ich die Webseiten von Ole mit der dieses Zentrums verglich - wobei es sich ja bei beiden um tibetischen Buddhismus handelt wie mir später einfiel.
Er machts eben ein bischen anders... - wobei ich aber keine Wertung hier abgeben möchte.
Zwischen den Zeilen habe ich in den vorhergegangenen Beiträgen auch ein wenig Neid gelesen - kann das sein?
Ich denke das der Buddhismus in den nächsten Jahren sehr populär werden wird und das es wichtig ist eine vielfalt von Zugangsmöglichkeiten zu schaffen.
Die Möglichkeit des Fernstudiums find ich z.B. super.
So ist jede Richtung und jedes Zentrum was besonderes mit seinen eigenen Stärken und Schwächen, in denen sich dann auch die dazu passenden Mitglieder einfinden denke ich.
Sachit :-)-- Norbert Paßlack, 06.04.2004, 13:18
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Mag man drüber denken, wie man will - persönlich habe ich aufgrund von Unwissenheit keine Meinung dazu. Ich finde es beim Lesen der Beiträge auf alle Fälle "anstößig" andere - "berechtigt" oder "unberechtigt" - schlecht zu reden. Steht mir als Buddhistem nicht zu.-- Arnd-Olav Feindt, 11.04.2004, 22:57
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo zusammen,
sicherlich sollte man mit Aussagen über andere buddhistische Lehrer zurückhaltend sein. Andererseits sollte aus auch möglich sein, auf kritische Dinge hinzuweisen. Letztendlich kann jede(r) entscheiden, was für ihn/stimmt.
Ich kann aus eigener Erfahrung viele der kritischen Aussagen teilen. Ole Nydahl ist einerseits jemand, der es versteht, Leute zu faszinieren. Dies geschieht meines Erachtens unter anderem dadurch, dass er ihnen Selbstwertgefühl über die Zugehörigkeit zur Gruppe vermittelt, so nach dem Motto: "Wir sind die tollsten, sind modern, haben die meisten Zentren, die größten Phowa-Veranstaltungen, sind die schnellsten auf der Autobahn und bei der Erleuchtung - und Du gehörst dazu !". Dies führt zwangsläugfig dazu, dass andere halt nicht so toll sind und entsprechend von oben herab betrachtet werden, auch andere buddhistische Richtungen, von anderen Religionen ganz zu schweigen. Und wer sich kritisch zur Gruppe äußert, wird zum potenziellen Angriffspunkt und ist "draußen".
Jeder der Ole kennen lernt und sich hingezogen fühlt, sollte sich auch andere buddhistische Lehrer/innen ansehen und -hören und sich fragen, ob seine Aussagen und sein Handeln mit den buddhistischen Lehren überein stimmen. Tritt er für Gewaltlosigkeit und Toleranz ein, respektiert er abweichende Meinungen ? Wie geht er mit kritischen Fragen um, kann er zuhören und darauf eingehen ?
Die Frage, wer welchen Karmapa akzeptiert, steht m.E. dabei nicht im Vordergrund. Wer an einer anderen Darstellung als an Oles interessiert ist, dem empfehle hierzu ich das Interview mit Tranghu Rinpoche zu lesen, dass auf der Website des Kamalashila-Institut zugänglich ist (www.kamalashila.de)
Gruß
Günter-- Günter Dölling, 12.04.2004, 09:30
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Dear all,
vor etwa 12 Jahren habe ich im Wuppertaler Zentrum von Ole mitgeholfen und einige "direkte" Erfahrungen sammeln können.
Die Leute mit und um Ole bieten einen Weg zum Buddhismus.
Ich habe einiges an Enwicklung in der Zeit erlebt, das ich heute zu schätzen weiß.
Grüsse, Armin
PS:
Ganz schön viel Beiträge zu diesem Thread, oder ?-- Armin Pühringer, 12.04.2004, 14:03
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo miteinander,
ich denke, im wesentlichen geht es um das Anvertrauen an den Geistigen Lehrer. Da muss jede und jeder für sich selbst entscheiden, wen er als Geistigen Lehrer annehmen will. Aber dies geschieht ja nicht einfach zufällig, denn in den Schriften werden ja die Qualitäten, die ein Geistiger Lehrer haben sollte, erklärt, so dass jede und jeder die Person, die sie oder er als Geistigen Lehrer annehmen möchte, daraufhin überprüfen kann,ob sie die Qualitäten eines Geistigen Lehrers besitzt. Dabei sollte man sich Zeit lassen. Es heißt ja auch, dass man diese Personen über Jahre prüfen soll anhand dieser Kriterien. Es ist besser, sich hierbei Zeit zu lassen, anstatt jemandem vorschnell zu seinem Geistigen Lehrer zu machen, von dem man sich dann wieder abwendet. Letzteres ist mit vielen Nachteilen verbunden.
Gruß Helmut-- Helmut Puls, 12.04.2004, 15:56
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Ole Nydahl, Däne, Lama, 62 Jahre, westlicher Lehrer des Diamantweg-Budhismus, ehemaliger Drogenjankee, verheiratet und meist mit Freundin unterwegs.
Das sind die Eckpunkte eines Mannes der seit 30 Jahren den Buddhismus (eine Linie davon) erfolgreich in den Westen trägt.
Man kann viel über Ihn schreiben und kritisieren.
Ja, es gibt einen Ole' ismus. Aber das weiss er.
Wir sind es die diesen Ole'ismus wollen. Wir, die in den buddhistischen Zentren zusammenkommen und Wochenend-Buddhisten darstellen, uns mit Zeichen und Ketten behängen, Mantras murmeln und meinen so den Weg zur "Erleuchtung" zu finden. Wir sind auf der Suche nach irgend etwas und jeder von uns hat einen "Schuss". Warum die Antwort nicht im Buddhismus finden ???
Ich garantiere Euch Ihr findet sie, früher oder später und Ole ist nur ein Beiwerk dazu, was er übrigens auch sein will.
Wer diesen Mann live und körperlich erlebt, der spürt etwas. Was ??? Das kann man nicht so genau sagen, aber es tut einem gut. Das ist es doch was wir wollen und es trifft den Kern der buddhistischen Lehre.
Hilf Dir selbst ! Ole gibt dirnur das Lineal dazu, damit Du Deine Linie findest.
Gruss Ari
Nach über einem Jahr kritischer Betrachtung,
am 6.4.2004 bei Lama Ole Zuflucht genommen.-- Aribert Wannagat, 14.04.2004, 08:32
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Lieber Ari,
prägnanter hätte man es nicht sagen können: du hast ihn geprüft anhand von schematas die für jeden der sich mit der thematik befasst, auch nachvollziehbar sind.wenn du zu dem ergebnis kommst, das er nun dein lehrer sein soll, dann ist dies doch schön.
es heisst ja nicht umsonst, dass der segen des meisters, ganz erheblich von der größe des vertrauens des schülers abhängt.
Ich wünsche dir einen fruchtbaren weg des erkennens und hoffe doch das du weiterhin berichten wirst. Unser draht zum meister ole :)
in diesem sinne, herzlichst...-- Martin Schramm, 14.04.2004, 09:42
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Liebe Freunde,
bin nun seit fast 10 Jahren Schüler von Lama Ole und bin sehr froh darüber, dass er mir den Weg zu Buddhas Lehren und vor allem zu meinem Zugang – den Kagyüs – gezeigt hat. Dass Oles Kernunterweisungen nur das beinhalten, was ihn der 16. Karmapa lehrte, ist mir vor einigen Jahren in Kathmandu bewusst geworden. Dort nahmen meine Freundin und ich an einem Vortrag des ehrwürdigen Chokyi Ningma teil, der ebenfalls ein Schüler des 16. Karmapas war. Er hat ein Kloster in Kathmandu an der Boudha Stupa und hält einen recht traditionellen Stil. Was mich total umgehauen hat und was ich wirklich nicht erwartet habe: er hat teilweise wörtlich das gleiche gesagt, was ich auch von Ole gehört habe. Immer wenn es um die Natur des Geistes ging, kamen mir fast die Tränen, weil ich meinen eigenen Lehrer sprechen hörte.
Beide geben exakt weiter, was sie vom 16. Karmapa gehört haben. Wir haben viel gelacht !!
Chokyi Ningma hatte an diesem Tag Geburtstag und ein Schüler schenkte ihm eine Gummipuppe von „Yoda“ aus Starwars, der kleine grüne uralte Meister. Wer beide Gesichter miteinander vergleicht, weiß, warum: Chokyi Ningma sieht genauso aus. Er hat sich kaputtgelacht und wir haben uns nur gedacht: das ist die Freude der Erleuchtung, die auch beim 16. Karmapa und bei seinem Schüler Ole so gut zu sehen ist.
Im Folgenden erlaube ich mir, einen Beitrag zu wiederholen, den ich zu Oles Quellen in einem anderen Forum gepostet habe:
Hallo Thomas,
wollte doch noch zu meinem Wort stehen und Dir einen kurzen Überblick über die „Wurzeln“ von den Belehrungen geben, die ich von Ole bekommen habe, auch wenn Du Dich ganz anders orientierst. Viel Glück übrigens dabei.
Wiederholt habe ich jetzt den Vorwurf gehört, Oles Belehrungen seien kein Buddhismus oder er habe sich den Diamantweg selbst ausgedacht. Das kann man natürlich nicht akzeptieren ! Ich will mal versuchen, mit meinen begrenzten Mitteln einen kurzen Einblick in die Quellen seiner Belehrungen zu geben. Michael HH möge mir die Unvollständigkeit verzeihen ...
Über die ungebrochene Übertragungslinie der Karmapas, in der Ole steht haben wir bereits kurz gesprochen, hier besteht wohl keine Zweifel an der Authentizität.
Die Karmapas waren seit jeher Experten in den höchsten Belehrungen Buddhas zur Natur des Geistes, dem Mahamudra oder ChagGyaChenpo im Tibetischen.
Diese höchste Sichtweise ist ein zentraler Bestandteil von Oles Belehrungen.
Zum Einstieg empfiehlt er seinen Schülern, sich mit den Meditationen des Chagchen Ngöndro zu beschäftigen, den „Vorbereitungen auf den Mahamudra-Weg“. Hierzu hat er auch ein Buch geschrieben. Die Quellen, auf die sich Ole bezieht, sind die Belehrungen des 9. Karmapas Wangtschug Dorje, welcher den Original Text zu dem Ngöndro, welches wir verwenden verfasst hat.
Der 9. Karmapa hat drei Texte verfasst, welche sich mit Mahamudra und den vorbereitenden Übungen befassen. Wir arbeiten meistens mit dem dreibändigen Werk „Ozean des wahren Sinnes“ (phyag chen nges don rgya mtsho) aber auch der kürzere Text „Das Diamantlicht des gewöhnlichen Geistes“ (Phyag chen marig munsel) ist in deutscher Übersetzung zu bekommen.
Das Ngöndro oder die „vorbereitenden Übungen“ besteht aus einem Set von vier Meditationen, die den Geist grundlegend in Richtung Erleuchtung ausrichten.
1.)Zuflucht und Erleuchtungsgeist, die sogenannten „Verbeugungen“, auch Niederwerfungen genannt. Dies ist eine sehr körperliche Übung, in welcher die Verbindung zur Zuflucht aufgebaut wird, der Erleuchtungsgeist gestärkt und altes Körper-Karma gereinigt wird. Dies Übung wird 111.111 mal wiederholt.
2.)Die zweite Meditation bezieht sich auf die Reinigung von Rede und Geist. Hier wird die Meditation auf Diamantgeist oder Dorje Sempa oder Vajrasattva und sein hundertsilbiges Mantra benutzt. Auch diese Übung wird 111.111 mal wiederholt.
3.)Die dritte Meditation sind die sogenannten Mandala Gaben oder „Opferungen“. Hier geht es darum, den nunmehr „gereinigten“ Geist mit positiven Eindrücken aufzufüllen, indem man im Geist ganze Universen verschenkt. Auch diese Übung wird 111.111 mal wiederholt. Wir brauchen diese „Polster guter Eindrücke“ um in der
4.) vierten Übung damit anzufangen, direkt auf den Geist zu meditieren. Diese Übung nennt sich „Guru-Yoga“. Hier wird noch mal gezielt die Verbindung zur Kagyü Übertragungslinie und die Verbindung zum eigenen Lehrer gestärkt, um – als Zweck der ganzen Geschichte – auf den Geist selbst meditieren zu können. Der Lehrer ist hier - wie immer - der Spiegel für den eigenen Geist. Auch diese Übung wird – wen wundert es ? – 111.111 mal wiederholt.
Hat man dieses vollbracht – und inzwischen haben das etliche Schüler von Lama Ole - sagt einem der Lehrer individuell, wie es weitergeht.
Kurz möchte ich noch die Quellen für Oles Mahamudra – Kurse benennen: Meistens bezieht er sich auf einen fantastischen Text, den der dritte Karmapa Rangjung Dorje vor 700 Jahren verfasste (Mahamudra Wünsche des 3. Karmapa). Über diesen Text hat er auch ein Buch mit dem Namen „Das große Siegel“ geschrieben.
Ein anderer Text, den Ole benutzt, ist der nicht minder fantastische Vajragesang von Jamgön Kongtrul Lodrö Thaye „Wie die Mitte des wolkenlosen Himmels ... „ welcher im „Schatz der Kagyü Gesänge“ „Kagyü Gur Dzö“ zu finden ist.
Ole hat übrigens die Mahamudra Übertragung vom 16. Karmapa drei mal bekommen, in Kopenhagen, in Frankreich und in Sikkim.
Alle anderen buddhistischen Belehrungen Oles, die er nicht als „persönliche Meinung“ kennzeichnet, kann man getrost mit den Belehrungen des großen Meisters Gampopa vergleichen in dem Werk „ Der kostbare Schmuck der Befreiung“ (Dhagpo Thargyän).
Dies vielleicht als kurzer, unvollständiger Einblick eines „halbgebildeten“ Schülers in einen kleinen Teil von Oles Quellen. Hoffe, man nimmt mir die Unvollständigkeit nicht übel.
Liebe Grüße, Andreas-- Andreas M., 14.04.2004, 12:33
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo an Euch alle,
ich befasse mich nun sein längerer Zeit mit dem Gedanken, einem Centrum der Karma Kagyü-Richtung des Ole Nydahl anzuschließen undzwar in Trier. Ich habe auch schon Kontakt aufgenommen und kann nur sagen, sehr liebe Menschen. Gegenüber Ole Nydahl habe ich bewußt eine sehr skeptische Haltung eingeommen. Habe Berichte, Artikel und Aussagen jeglicher Art gesammelt und war bemüht diese auszuwerten. Meine Auswertungen bezogen sich anfangs darauf, etwas negatives finden zu müssen. Wer etwas negatives finden möchte, der findet auch, das ist sicher. Ich befasst mich mit den Internetseiten des Diamantweges, mit der von Ole Nydahl. Befasste mich mit dem 17. Karmapa. Stellte mir Fragen wieso es zwei gibt. Orientierte mich in Richtung Gelugpa. Las viele Bücher zum Buddhismus, zum Dalai Lama und anderen Menschen. Aber eines machte ich nicht. Ich projezierte (negative) Gedankenstrukturen in meinen Geist und trainierte ihn damit in diese Richtung, ohne das Positive zu sehen.
Den für mich richtigen Weg zu finden haben wir u.a. Michael (HH) und Andi aufgezeigt. Mit ihren wertevollen Informationen haben sie mir weitergeholfen. Außerdem habe ich meinen Geist die Freiheit gelassen, unabhängig von projezierten Gedankenstrukturen, losgelöst von Positiv und Negativ zu urteilen und letztlich zu entscheiden.
Lama Ole Nydahl ist ein wertvoller Mensch, so wertvoll wie wir alle es sind. Jeder Mensch hat negatives Karma aus der Vergangenheit angesammelt. Wir hängen alle voneinander ab. Jeder kann für sich entscheiden, ob er sich zum Lama Ole Nydahl hingezogen fühlt oder nicht. Das ist doch das schöne unseres Daseins.
Ich habe mich entschieden und kann nur allen empfehlen frei von positiven und negativen Struktren den Geist zu nutzen, ob für den Diamantweg oder für eine andere Richtung.
NOCHMALS DANKE MICHAEL, DANKE ANDI!!!!!-- Thomas Heinz, 14.04.2004, 16:58
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Na, da hat die Propaganda-Abteilung ja voll zugeschlagen ! Und bei so viel "Begeisterung" werden Diskussionen ohnehin fruchtlos bleiben.
Aber wenn ein Lehrer, der sich buddhistisch nennt:
- zur Zeit des ersten Golfkrieges während der Belehrungen sagt: "Es hätte schon lange eine Bombe auf Bagdad geschmissen werden müssen",
- vertrauliche Inhalte von persönlichen Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern zur allgemeinen Belustigung in großer Runde zum besten gibt,
- wenn er von einem Traum berichtet, in dem er nach einer Wiedergeburt erleichtert feststellt, dass er mit weißer Hautfarbe wiedergeboren wurde,
- wenn er in unerträgliche Weise gegen S.H. Dalai Lama hetzt, aber sich trotzdem zu einem Kurzbesuch beim Kalachakra blicken lässt,
dann darf er sich über "negative Presse" nicht wundern.
Nur gut, dass er inzwischen sein eigenes Süppchen kocht und man weitgehend davon verschont bleibt.
Das ist jetzt vielleicht unausgewogen und buddhistisch nicht korrekt, aber der Heiligenschein wurde mir etwas zu hell.
Gruß
Günter-- Günter Dölling, 14.04.2004, 19:44
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Lieber Günter,
ja, da nutzen wohl selbst die detailliertesten Informationen nichts, wenn die Kritiker mit solchen Allgemeinplätzen schießen.
Da ich mich nicht zur offiziellen "Propagandatruppe" zähle - was immer das auch sein mag, ich handle völlig aus eigener Motivation und absolut unabhängig - fühle ich mich nicht von Dir beleidigt.
Solltest Du allerdings Interesse an einer echten Diskussion in einem akzeptablen Ton oberhalb der Gürtellinie haben, stehe ich gerne zur Verfügung, wenn es die Zeit erlaubt.
Liebe Grüße, Andreas-- Andreas M., 16.04.2004, 19:35
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Liebe Dharmafreunde,
ich erlaube mir, 2 Empfehlungen auszusprechen:
1. eine Pause einzulegen und zu schweigen und
2. in der neuesten TIBU den Artikel von Oliver Petersen über das Thema "Gleichmut" zu lesen.
Herzliche Grüße
Carsten-- Carsten Graaf, 16.04.2004, 20:51
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Liebe Freunde,
besser hätte man es nicht sagen können.Also, nichts wie hin zum Kiosk....ähh..ach ja...dann halt hier bestellen :) herzlichst...-- Martin Schramm, 16.04.2004, 21:21
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Ob wir einen Menschen als großen Lama ansehen, oder sogar das komplette Gegenteil hängt doch wohl von unseren Anlagen und Vorurteilen ab. Die einen sehen dies, die anderen das. Warum sollten wir jemand anderem unsere Meinung aufdrängen? Das ist wohl eine typisch menschliche Eigenschaft: "Ich sehe die Welt so, deshalb müssen alle es auch so sehen". Aber wissen wir nicht, dass die Dinge in Abhängigkeit unserer Wahrnehmung erscheinen (ein Aspekt der Leerheit)? Buddha hat gelehrt, dass man seine Lehre genau prüfen soll und zum Prüfen des Lehrers werden z.B. im Lamrim umfangreiche Erklärungen gegeben (z. Teil im Tibu-Archiv zu finden). Ich würde kurz gesagt beiden Seiten raten: behaltet eure Meinung (auch wenn es schwer ist) lieber für euch. Damit richtet ihr am wenigsten Schaden an, denn bei einer Diskussion über dieses Thema besteht besonders im Internet die Gefahr, dass schnell etwas geschrieben wird, was nicht wirklich überlegt war. Mehr als eine Prüfung anhand der Schriften kann man den Menschen nicht raten. Wenn jemand nach Prüfung des Lehrers zu dem Schluß kommt "das ist mein persönlicher Lehrer" dann sollte man ihn davon nicht abbringen. Genausowenig sollte man jemanden dazu drängen den eigenen Lehrer als persönlichen Lehrer anzuerkennen.
Nur meine kleine Meinung :-)
Viele Grüße,
Heiko-- Heiko Minning, 16.04.2004, 22:30
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Ich schliesse mich Carstens und Heikos Meinung an.Bitte schreibt keine unüberlegten Dinge,
achtet die jedem Wesen innewohnende Buddhanatur.
Ich erinnere an die Worte Geshelas :
"Gleichmut ist die Grundlage für die Entwicklung von Liebe und Mitgefühl,so wie die ebene Erde die Grundlage für das Wachstum der Pflanzen ist. Damit ein Feld Pflanzen hervorbringen kann, muß es zunächst eingeebnet werden.Gleichmut ist keineswegs eine passive,gleichgültige Haltung, sondern das aktive Bemühen darum,eine gleichmäßige Sympathie mit allen Wesen hervorzubringen;Gleichmut besteht darin, sich in seiner Haltung zu anderen nicht von momentanen, egozentrischen Gefühlen des Hasses und der Begierde leiten zu lassen.Damit überwindet diese Geisteshaltung unser übliches Freund-Feind Denken,das so viel Streit und Krieg in die Welt bringt.Es ist nicht denkbar,daß man allen Wesen tatsächlich höchstes Glück wünscht,wenn man noch starke Unterschiede zwischen den Menschen macht."
An anderer Stelle sagte er:"Der Lehrer muß nicht unbedingt ein großer Heiliger oder Bodhisattva sein.Das Wichtige ist,daß er oder sie das Wissen und die Fähigkeit besitzt, Religion zu vermitteln.Man sollte sich bewußt sein, daß die Anweisungen unserer Lehrer und Religionsstifter nicht allein dafür bestimmt sind, niedergeschrieben und als Buch veröffentlicht zu werden,sondern dies nur ein Mittel zum Zweck der praktischen Ausübung ist - ganz gleich, ob jemand Moslem, Christ oder Buddhist ist.Auch Iman Razwi hat dieses bei den Dialogen bereits öfter betont.Vor allem,als wir uns über Mystik unterhielten,sagte er,daß man sein Wissen nicht nur im Verstand oder Gehirn haben sollte, sondern dieses auch langsam im Herzen ankommen und dort entwickelt werden muß.Wir können daraus entnehmen, daß es nicht die Hauptabsicht der Religionsgründer war,das trockene Wissen aus den Schriften zu vermitteln und zu verbreiten.Das Wesentliche war und ist vielmehr, daß diese Lehren ausgeübt werden."
Liebe Grüsse Gaby-- Gabriele Hendricks, 17.04.2004, 00:36
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Nach meiner Auffassung muss jedem Menschen seine Meinung zuerst einmal gelassen werden, er muss die uneingeschränkte Chance haben, diese kundzutun. Dabei spielen weder Neigungen, noch Präferenzen noch eine buddhistische Stilrichtung die entscheidende Rolle. Es darf keinesfalls um "Klassenkämpfe" buddhistischer Richtungen gehen. Schön und gut ist doch, nach meiner Überzeugung, dass es viele buddhistische Richtungen gibt. Gut so! Das einseitige Schauen auf die von sich selbst präferierte Richtung ist nicht sinnvoll und gut. Ich habe mich zwar der Karma Kagyü - Linie angeschlossen, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht wertvolle Dinge aus Gelugpa - Linie gut heissen kann und werde. Im Grunde wollen wir alle doch: Gleichmut, Liebe,Mitgefühl, Toleranz und Akzetanz - anderen Menschen zu helfen vom Leiden befreit zu werden. Ich bin auch von den vielen Vorurteilen gegenüber Ole Nydahl anfangs ausgegangen. Habe ausschließlich nur das Negative gesehen, also diese Vorurteile. Wenn man nun aber nur vom Negativen ausgehen würde, müssten wir auch S H den Dalai Lama sehr kritisch hinterfragen, warum er versucht (hat??), die Karma Kagyü - Linie in die Gelugpa - Linie zu integrieren und dies mit Mitteln, die sicherlich nichts mit Gleichmut zu tun haben. Als es um die Nachfolge des 16. Karmapa ging, hat der Dalai Lama sich selbst als legitimiert angesehen, den 17. Karmapa zu aktzeptieren oder nicht. Es ist jedoch keinesfalls seine Aufgabe dies zu tun. Genauso wenig wie ein Karmapa den Dalai Lama zu akzeptieren hätte. Wohlweislich, dass die chinesischen Machthaben einen Kandidaten vorbereitet haben, hat er diesen (politischen) Kandidaten als Nachfolger des 16. Karmapa akzeptiert. Steckt dahinter nicht politische Einflußnahme für ein großes Ziel? Welches ist das große Ziel. Dies hat wirklich nichts mit Gleichmut, Mitgefühl und Liebe zu tun, mit Toleranz auch nicht. Es macht aber keinen Sinn in dieser Art und Weise miteinander umzugehen. So finde ich sollte man nicht nur den Ole Nydahl, wenn er denn bestimmte Aussagen trifft die aus eigener Sicht nicht in Ordnung sind kritisieren, sondern bspw. auch S H den Dalai Lama oder auch wenn es denn sein muss andere Würdenträger des Buddhismus. Dies muss einem mündigen Menschen unserer Gesellschaft zu stehen. Es wäre schade wenn die Gelugpa-Linie versucht, die Karma Kagyü-Linie sich "einzuverleiben", weder in Asien noch in Europa. Bereits der 16. Karmapa hat diesem Versuch widerstanden, mit Unterstützung von u.a. Ole Nydahl. Der 17. Karmapa wird dies auch tun. Warum können nicht beide Linien nebeneinander akzeptiert werden? Die Karma Kagyü-Linie hat dies und wird dies immer akzeptieren, die Gelupa respektieren und akzeptieren. Weder Gelugpa noch Karma-Kagyü sind DER BUDDHISMUS!!!!!!! Beide Linien werden von Menschen mit Leben gefüllt. Menschen, die Liebe, Mitgefühl, Toleranz und Akzeptanz vorleben sollten, so wie BUDDHA ES GELEHRT HAT. Lasst uns mit Mitgefühl und Liebe, Toleranz und Achtung miteinander umgehen. Wie gesehen gibt es auf beiden Seiten sicherlich Kritisches, aber auch viel viel Gutes!!!!!! Lasst uns vernünftig mit dem Kritischen umgehen, aber das Positiv beider Seiten hervorheben!!!!-- Thomas Heinz, 17.04.2004, 06:43
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Nach meiner Auffassung muss jedem Menschen seine Meinung zuerst einmal gelassen werden, er muss die uneingeschränkte Chance haben, diese kundzutun. Dabei spielen weder Neigungen, noch Präferenzen noch eine buddhistische Stilrichtung die entscheidende Rolle. Es darf keinesfalls um "Klassenkämpfe" buddhistischer Richtungen gehen. Schön und gut ist doch, nach meiner Überzeugung, dass es viele buddhistische Richtungen gibt. Gut so! Das einseitige Schauen auf die von sich selbst präferierte Richtung ist nicht sinnvoll und gut. Ich habe mich zwar der Karma Kagyü - Linie angeschlossen, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht wertvolle Dinge aus Gelugpa - Linie gut heissen kann und werde. Im Grunde wollen wir alle doch: Gleichmut, Liebe,Mitgefühl, Toleranz und Akzetanz - anderen Menschen zu helfen vom Leiden befreit zu werden. Ich bin auch von den vielen Vorurteilen gegenüber Ole Nydahl anfangs ausgegangen. Habe ausschließlich nur das Negative gesehen, also diese Vorurteile. Wenn man nun aber nur vom Negativen ausgehen würde, müssten wir auch S H den Dalai Lama sehr kritisch hinterfragen, warum er versucht (hat??), die Karma Kagyü - Linie in die Gelugpa - Linie zu integrieren und dies mit Mitteln, die sicherlich nichts mit Gleichmut zu tun haben. Als es um die Nachfolge des 16. Karmapa ging, hat der Dalai Lama sich selbst als legitimiert angesehen, den 17. Karmapa zu aktzeptieren oder nicht. Es ist jedoch keinesfalls seine Aufgabe dies zu tun. Genauso wenig wie ein Karmapa den Dalai Lama zu akzeptieren hätte. Wohlweislich, dass die chinesischen Machthaben einen Kandidaten vorbereitet haben, hat er diesen (politischen) Kandidaten als Nachfolger des 16. Karmapa akzeptiert. Steckt dahinter nicht politische Einflußnahme für ein großes Ziel? Welches ist das große Ziel. Dies hat wirklich nichts mit Gleichmut, Mitgefühl und Liebe zu tun, mit Toleranz auch nicht. Es macht aber keinen Sinn in dieser Art und Weise miteinander umzugehen. So finde ich sollte man nicht nur den Ole Nydahl, wenn er denn bestimmte Aussagen trifft die aus eigener Sicht nicht in Ordnung sind kritisieren, sondern bspw. auch S H den Dalai Lama oder auch wenn es denn sein muss andere Würdenträger des Buddhismus. Dies muss einem mündigen Menschen unserer Gesellschaft zu stehen. Es wäre schade wenn die Gelugpa-Linie versucht, die Karma Kagyü-Linie sich "einzuverleiben", weder in Asien noch in Europa. Bereits der 16. Karmapa hat diesem Versuch widerstanden, mit Unterstützung von u.a. Ole Nydahl. Der 17. Karmapa wird dies auch tun. Warum können nicht beide Linien nebeneinander akzeptiert werden? Die Karma Kagyü-Linie hat dies und wird dies immer akzeptieren, die Gelupa respektieren und akzeptieren. Weder Gelugpa noch Karma-Kagyü sind DER BUDDHISMUS!!!!!!! Beide Linien werden von Menschen mit Leben gefüllt. Menschen, die Liebe, Mitgefühl, Toleranz und Akzeptanz vorleben sollten, so wie BUDDHA ES GELEHRT HAT. Lasst uns mit Mitgefühl und Liebe, Toleranz und Achtung miteinander umgehen. Wie gesehen gibt es auf beiden Seiten sicherlich Kritisches, aber auch viel viel Gutes!!!!!! Lasst uns vernünftig mit dem Kritischen umgehen, aber das Positiv beider Seiten hervorheben!!!!-- Thomas Heinz, 17.04.2004, 06:49
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
guten morgen thomas,
magst du mir kurz erzählen, wo du diese informationen herhast....??-würd mich einfach mal interessieren....
liebe grüße-- raphael krommus, 17.04.2004, 10:18
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo Raphael, werde dir die Quelle nennen. soviel vorab, dass Verhalten S H dem Dalai Lama ergibt aus der Historie des Gesamtvorgangs.
Hast Du andere Informationen, die das Gegenteil belegen?-- Thomas Heinz, 17.04.2004, 11:37
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
nein, quellen, die etwas anderes sagen kenne ich nicht..... ich kenne nur quellen, die das verhalten ole nydahls kritisieren und habe eben in verschiedenen vorträgen oles und seiner reiselehrer diese auch bestätigt bekommen.... des halb würde es mich sehr interessieren..... danke dir schon einmal im voraus....
gruss-- raphael krommus, 17.04.2004, 12:24
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Liebe Dharmafreunde,
ihr solltet euch wirklich mal an Carstens Rat halten.
Gruß Helmut-- Helmut Puls, 17.04.2004, 13:53
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Unstreitig ist und historisch erfasst, dass die Karma Kagyü Linie auf eine 900jährige Geschichte zurückblicken kann. Der erste Karmapa Düsum Khyenpa (1110 - 1193) gründete die Karma Kagyü Linie. Die Gelugpa Schule entstand zur Zeit Tsongkapas (1357 - 1413). Zwei Ereignisse um 1630 beschleunigten das Ende der politischen Macht der Karma Kagyü und den Niedergang des reliösen Einflusses. Der Tod des 6. Shamarpa, der vom 5.Dalai Lama besonders verehrt wurde, schwächte den Status der karma Kagyü. Im Jahre 1639 wurde die amtierende Karma Kagyü Regierung durch den 5. Dalai Lama mit Hilfe mongolischer Truppen, die Tibet von Sinijang aus besetzten, besiegt. Der 10. karmapa und seine Anhänger wurden auch angegriffen, er flüchtete. 27 Klöster, die unter Leitung des 10. Karmapa standen, sowie weitere 20 Klöster unter der Leitung des Shamarpa wurden MIT GEWALT gezwungen, zur Gelugpa Schule überzutreten.
Anfang des 18. Jahrhunderts gabe es wieder einen kurzen Aufschwung der Karma Kagyü. Während des 17., 18. und 19 Jahrhunderts waren die Dalai Lama im Genuß der Unterstüztung der Kaiser der Chi'ing Dynastie. Dennoch wurden der 12. karmapa und der 8. Shamarpa an den Hof des Kaisers Yung Cheng eingeladen. Beide starben jedoch an Pocken. Zwei Gelugpa Hutogatu Lamas, Kyangkya und Thudkan, erklärten in IHREN Autobiographien den Tod des Karmapa und Shamarpa, dass sie mit 24-stündigen schwarz-magischen Pujas dies herbeigeführt hätten. Machen wir einen Zeitsprung. Der Dalai Lama war bereits Ende der 50- Anfang der 60er Jahre bemüht, die Exiltiber zu vereinen, um dadurch die Opposition gegen die Regierung Chinas zu stärken. 1962 formulierte der Dalai Lama eine Politik der politischen, ethnischen und spirituellen Einheit aller Tibeter. Außer der Gelugpa-Schule, standen die Lamas der drei übrigen Traditionen dieser Richtung mit Skepsis gegenüber. Grund: Die Befürchtung, dass die Unabhängigkeit der Linien nicht erhalten bliebe. Der 16. Karmapa hat diesem Weg widerstanden, unterstützt durch Lamas der Nyingma und Kagyü-Tradition. Insgesamt 13 tibetische Ansiedlungsgebiete in der Himalaya-Region unterstützten den Karmapa. Als der 16. Karmapa 1981 verstarb war klar, dass tradionsgemäß der Shamarpa für die Suche der Reinkarnation des Karmapas zuständig ist. Im Jahre 1992 wurde durch die kommunistische Regierung als der Lebende Buddha Karmapa Urgyen Trinle eingesetzt. Der Dalai Lama bestätigt Urgyen Trinle als den 17. Karmapa. Es ist jedoch darauf zu verweisen, dass der Dalai Lama der tibetischen Exilregierung vorsteht, jedoch keinerlei spirituelle Autorität über die einzelnen buddhistischen Traditionen Tibets hat. Im Jahre 2001 fand schließlich eine "Internationale Karma-Kagyü-Konferenz" in Kathmandu statt, wo u.a. beschlossen wurde, die Unabhängigkeit der Karma-Kagyü Schule hervorzuheben sowie auch den sogenannten Prophezeiungsbrief, den Situ Rinpoche bezüglich der Reinkarnation des 17. Karmapa präsentiert hat, einem unabhängigen forensischen Test zu unterziehen. Dieser Brief konnte von Beginn an als Fälschung deklartiert werden, weil die angebliche Handschrift des 16. Karmapa durch im nahestehende Personen nicht als die seinige erkannt wurde. Der Umschlag, in dem sich der Brief befand nachweislich jüngsten Datums war. Shamarpa Rinpoche hat stichhaltige Beweise dafür, dass Thaye Dorje der rechtmächtige Karmapa und damit eindeutig die Reinkarnation des 16. Karmapa ist. Lama Sherab Rinpoche legte dem Shamarpa bereits 1983 ein Papier vor, auf dem ein Gedicht stand. Dieses Papier wurde 1983 von Lopon Kunzang Rinpoche, der von 1991 verstarb, ihm in strenger Vertraulichkeit überreicht. Zwei Quellen kommen hierfür in Frage: Das Gedicht stammt aus dem alten Text "Die Schätze des Yogi Zilnon Lingpa" (Zilong Lingpa gehört der Nyingma Tradition an) oder könnte es der letzte Dudjom Rinpoche in den 60er Jahren geschrieben haben. Dort enthalten sind bspw. die Geburtsorte der Mutter und des Vaters von Thaye Dorje. Außerdem ist der Name Thaye Dorje erwähnt. Welches Interesse hat seine Heiligkeit der Dalai Lama anzuzweifeln, dass einerseits der Shamarpa legitimiert ist, die Reinkarnation des 16. Karmapa zu finden und zu ernennen? Warum unterstützt der Dalai Lama einen von der chinesischen Regierung nachweislich eingesetzten Karmapa? Welche Interessen hat hierbei die Gelupga-Linie? Die gleichen wie bereits 1639? Oder die Fortsetzung der Bemühungen des Dalai Lama Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre? Hierzu hat sich Seine Heiligkeit der Dalai Lama noch nicht klar geäußert. Warum nicht?
Ich möchte noch einmal klar zum Ausdruck bringen: Unser aller GEMEINSAMES Interesse sollte durch die verschiedenen tibetischen Linien, der jeweiligen historischen Entwicklung, diejenige sein, dass wir allen Menschen helfen Leiden zu vermeiden. Lasst uns nicht den eben beschriebenen Weg gehen. Das ist jeglichem Mitgefühl, jeglicher Lieber, Toleranz und Akzeptanz zuwiderlaufend! Lasst uns die beiden Schulen: Karma Kagyü und Gelugpa ihre Wege gehen, aber die gleichen Ziele verfolgend!!
Nochmals wiederholend: Menschen, menschliche Verhalten zu kritisieren steht uns zu, aber dann bitte schön in alle Richtungen, aber nicht mit dem Ziel der Diskreditierung. Das Ziel kann nur hilfestellend in der Weise sein, dass der Betroffene sein eigenes (nicht akzeptables??) Verhalten erkennt und die Chance hat es zu korrigieren. Reine Mußmaßungen oder Aussagen von Personen X oder Y sind nicht zielführend.
Sinn- und zielführende Diskussionen sind wichtig. Das ist der Weg.
Ich denke, dass auch der wertgeschätzte Geshe Thubten Ngwang dies in einem Interview bezüglich der getrennten Linien tibetischen Buddhismus so sah, in dem er sagte (ZITAT) "Damit der Buddhismus hier Bestand haben kann, ist ein harmonisches Verhältnis mit anderen Religionen und buddhistischen Gemeinschaften entscheidend. Wir sind mit anderen buddhistischen Gemeinschaften in der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) zusammengeschlossen, und ich halte diese Arbeit für sehr wichtig. Die Harmonie darf aber nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, indem wir sagen "Ja, wir sind alle Buddhisten", sondern wir müssen es tatsächlich so empfinden, daß wir alle die Nachfolger des einen Lehrers Buddha Shakyamuni sind. So sollten wir einander wertschätzen und uns von Mißtrauen, mangelndem Respekt und Vorurteilen frei machen. Gleichzeitig ist eine gewisse Vorsicht geboten, indem wir es vermeiden, alle Traditionen miteinandern zu vermengen wie in einem "Eintopf". Dadurch würden die Besonderheiten und tiefgründigen Aspekte einzelner Überlieferungen leiden und verloren gehen. Ein mittlerer Weg ist auch hier wichtig: einerseits ein harmonisches Verhältnis zu anderen Buddhisten und Religionen zu finden und andererseits eine Vermischung zu vermeiden."
Ich hoffe Ihr seht es mir nach, falls einige Schreibfehler offensichtlich werden und hoffe in der Kürze der Zeit die wichtigstens Daten getroffen zu haben.
Ich wünsche Euch von Herzen - Glück und Zufriedenheit!-- Thomas Heinz, 17.04.2004, 14:19
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo Thomas Heinz ,
ich glaube du gehst hier einfach zuweit . Die Geschichte ist von dem abhängig , der die schreibt . Ich komme selbst von Russland und du kannst mir glauben , ich habe die Geschichte über Russland schon in allen möglichen Varianten gehört . Wem soll ich glauben ? Ich selbst habe ganz andere Version die Geschichte über diese Reinkarnation von Karmapa gehört . Buddha lehrt uns alles selbst zu untersuchen und nicht irgendwelchen Geschichten zu glauben . Du schreibst , Zitat ( „Machen wir einen Zeitsprung. Der Dalai Lama war bereits Ende der 50- Anfang der 60er Jahre bemüht, die Exiltiber zu vereinen, um dadurch die Opposition gegen die Regierung Chinas zu stärken.“ ) dann weiter („Warum unterstützt der Dalai Lama einen von der chinesischen Regierung nachweislich eingesetzten Karmapa? Welche Interessen hat hierbei die Gelupga-Linie? Die gleichen wie bereits 1639? Oder die Fortsetzung der Bemühungen des Dalai Lama Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre?“) Siehst du hier kein Widerspruch ? Du widersprichst dir selbst . Welche interesse hat Seine Heiligkeit Dalai Lama eine von chinesische Regierung eingesetzten Karmapa zu unterstützen ? Wie soll er mit einem chinesischen Spion die Opposition gegen die Regierung Chinas stärken? Was hat er davon ? Oder soll der Karmapa „MIT GEWALT“ zum Gelug überträten ? Das ist absoluter Schwachsinn . Wenn Dalai Lama so ein machtgieriger Lügner ist wie du hier behauptest , wieso unterstütz ihn Sakyas , Nyingmas und nicht zuletzt sein eigener Volk ? Wir sind ein buddhistische Zentrum unter Schirmherschafft von Seine Heiligkeit Dalai Lama und ich bitte dich solche Geschichten hier nicht zupräsentieren .
Letztendlich müssen wir alle Konzepte über Gut und Schlecht aufgeben .Es gibt keine bessere und schlechtere Religionen und spirituelle Richtungen. Jeder muss sein eigener Weg gehen .
Möge zwischen Religionen keine Streitigkeiten geben , denn sie alle führen Menschen zur Vollkommenheit !-- Juri Kosovets, 17.04.2004, 19:14
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Meine Lieben!
"Möge ich bei allem, was ich tue, den eigenen Geist gründlich untersuchen und sobald Gedanken und Emotionen aufkommen, die den Geist trüben und dadurch mich und andere gefährden, ihnen entschlossen ins Auge schauen und entgegentreten."
So lautet der dritte Vers der "Acht Strophen für das Geistestraining" von Geshe Lang Ri Tangpa.
Diese Verse sind von S.H., dem XIV. Dalai Lama in mehreren seiner Bücher kommentiert worden und sehr empfehlenswert für die tägliche Rezitation und Meditation. Auf diese Weise angewandt, wandeln sie allmählich den Geist.
Gruß Edel-- Edelgard Müller, 17.04.2004, 23:25
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Was sagt Buddha dazu?
Die Kalâmer suchen den Buddha auf, weil sie sich von den Wahrheitsansprüchen der unterschiedlichen Meister verwirrt fühlen.
Der Erwachte gibt ihnen den folgenden, zeitlos gültigen Rat:
"Recht habt Ihr, Kalâmer, daß Ihr hier im Unklaren seid und Zweifel hegt.In einer Sache, bei der man wirklich im Unklaren sein kann, seid Ihr es.Folgt nicht als geoffenbart angesehenen Lehren, altehrwürdigen Überlieferungen,der Autorität Heiliger Schriften,der landläufigen Meinung,bloßen Vernunftgründen oder Schlüssen aus reiner Theorie, dem einnehmenden Charisma oder der vorgetragenen Größe eines Meisters. Aber wenn Ihr tief in Euch selber versteht:Diese Dinge sind heilsam,förderlich, von den Weisen
empfohlen; und, wenn man sie akzeptiert und durchführt, bringen sie allseits Nutzen und GlücK, dann solltet Ihr dementsprechend handeln."
Kalâma-Sutta
Wo es Schönheit gibt, tritt auch Hässlichkeit hervor.Wo es Rechtes gibt,tritt auch Falsches hervor.Ich will dies nicht,ich will das ist nichts als Torheit.Eigendünkel oder Vergleiche überdecken die universelle Wahrheit des Nicht-Selbst.Alles, was du so erkennen wirst,ist das Selbst,Weisheit und Ignoranz bedingen sich,
Illusion und Erleuchtung sind nicht zu trennen.
Dies ist eine alte Wahrheit.
Weise Menschen vergleichen sich nicht mit den gesellschaftlich Angesehenen,den Unterprivilegierten oder den
Durchschnittsbürgern.Ruhig und uneigennützig sind sie frei von geistigem Besitzdenken.
Somit ergreifen sie nichts als Mein,somit verwerfen nichts als Nicht-Mein.
Wahre Praxis bedeutet, über den Einfluss von gut und schlecht,richtig und falsch hinaus gelangt zu sein.Denn diese sind bloß relative Wahrheiten. Sie gehören genauso zum Strom des Entstehens in Abhängigkeit wie alles andere auch.
Der Geist erschafft beides: Samsâra und Nirvâna.
Doch dies ist keine große Sache,denn es sind bloß Gedanken.Wenn wir erkennen, dass sie leer sind,hat der Geist keine Kraft mehr,uns zu täuschen.Es gibt nichts zu tun oder zu lassen,
nichts zu erzwingen oder zu wollen und nichts zu verpassen,nur die Suche hindert am Sehen.
Sei weise, gehe sanft um mit dir und deinem Geist.Bist du sanft zu dir,bist du auch sanft zu anderen.Wenn dein Herz geläutert ist,sind alle Dinge der Welt geläutert.
In diesem Sinne grüsst Euch alle Gaby-- Gabriele Hendricks, 18.04.2004, 01:02
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Lieber Juri, danke für deine Antwort auf meine Ausführungen. Eingangs möchte ich Dir sagen, ich finde es verständlich, dass Du dich und Seine Heiligkeit verteidigst. Aber, Du hast den Artikel völlig anders interpretiert als ich ihn tatsächlich präsentieren wollte. Es steht mir völlig fern, S H den Dalai Lama als Lügner darzustellen. Keinesfalls kann das meine Absicht sein. Das würde ich niemals tun! Ich wollte Diskrepanzen zwischen gewissen Verhaltensweisen, Einordnungen von Personen des Buddhimus aufzeigen. Dies habe ich an den Personen Seiner Heiligkeit und des Lama Ole Nydahl festgemacht. Gerade auch deshalb, weil Lama Ole Nydahl und die Menschen der Karma Kagyü-Linie oftmals zu Unrecht diskreditiert werden. Viele Aussagen des Lama Ole, des Menschen Ole sind vielleicht kritisierbar. Dafür sind auch die Menschen innerhalb der Karma Kagyü viel zu selbstkritisch, als dies zu unterlassen. Zieht man jedoch nur die negativen Seiten in die Überlegungen ein, führt dies kurz- oder mittelfristig zu einer sehr einseitigen Betrachtungsweise. Jeder Mensch hat viele positive Seiten!!!! Aber vergessen werden darf das Schauen aufs eigene Haus nicht: gibt es vielleicht hier auch kritisierbare Dinge??? Die gibt es meiner Meinung nach überall!!!
Du hast es doch auf den Punkt gebracht: Die Geschichten werden verschiedenartig dargestellt, ja nach dem wer sie erzählt. Lama Ole wird stetig negativ dargestellt, weil aus irgend einer Quelle irgend etwas erzählt wird! Irgendein X erzählt Y! Raphael bspw. sagt, dass Trinle Dorje der richtige Karmapa sei, aus seiner Sicht. Konnte er es nachprüfen? Aus seiner Sicht hat der Dalai Lama diesen anerkannt. Deshalb ist Trinle Dorje für Raphael der korrekte 17. Karmapa. Mit Verlaub, aber wie bereits ausgeführt, kann es nicht die Aufgabe Seiner Heiligkeit sein, dies zu tun! In meiner Ausführungen habe ich hierzu Stellung genommen. Der Dalai Lama wird auch oftmals kritisiert. Berechtigt oder unberechtigt? Darf man Seine Heiligkeit kritisieren. Ja, ich denke, dass darf man. Mein Ziel war es, auf die Historie hinzuweisen, die viele Dinge wiedergibt. Ob Sie aus unserer Sicht wahr oder nicht wahr sind. Ich stimme dir ausdrücklich zu, dass weder Du, noch ich, noch andere Personen die Historie korrekt nachprüfen können. Aber gewisse Kritik steht im Raum. Hier dürfen Menschen nicht anders behandelt werden, ganz gleich, ob Seine Heiligkeit oder Lama Ole.
Einen Widerspruch sehe ich in meiner Ausführung nicht. Meine Fragen bezogen sich auf die historischen Ausführungen: wie steht der Dalai Lama dazu? Seine Heiligkeit hat sich hierzu meines Wissens nicht geäußert. Oder kennst Du Quellen? Ebenso hat sich der Dalai Lama nicht zu Urgyen Trinle und die Verbindung zu China geäußert. Oder kennst Du Äußerungen? Es sind keine Geschichten die ich präsentiert habe, sondern Darstellungen aus der Historie. Ich sage nochmals: weder Du noch ich noch andere Personen können für gewisse Dinge letztendlich Beweis führen. Außerdem führst du aus: "....Das ist absoluter Schwachsinn . Wenn Dalai Lama so ein machtgieriger Lügner ist wie du hier behauptest...". Ich habe keinesfalls, es würde mir sehr fern liegen, Seine Heiligkeit als einen Lügner zu bezeichnen, ich schätze ihn sehr, wirklich sehr! Gleichmut ist hier an diesem Punkt sehr wichtig. Geduld ist nicht minder wichtig. Betroffen macht mich lediglich seine sehr zurückhaltende Art bis zu gar keine Äußerungen zur Thematik, dass es anscheinend zwei "17. Karmapa" gibt, aber Seine Heiligkeit einen für den Richtigen erklärt, ohne die Gründe auszuführen.
Am Ende meiner Darstellungen war es mein Bestreben, dass die Formulierungen von Geshe Thubten Ngwang von uns allen aufgenommen werden sollten: die verschiedenen Linien mögen unabhängig von einander bestehen. ABER: wir sollten gemeinsam die Lehre Buddhas ernst nehmen!
Ich möchte aber noch einmal den hochgeschätzten Gehe Thubten Ngawang zitieren, der 1999 in einem Interview sagte: "Vom Dharma her gesehen ist es wichtig, seine Kritik nicht in sich hineinzufressen, denn dadurch können Groll und Gefühle des Nachtragens, der Rachsucht entstehen, die das Gemeinschaftsleben extrem belasten. Deshalb sollten wir Kritikpunkte offen und freundschaftlich ansprechen. Und natürlich müssen wir uns in der Tugend der Geduld üben. Wir sollten abwägen, ob das, was wir sagen, einen positiven Effekt haben wird und mehr zur Lösung beiträgt oder die Konflikte nur weiter verschärft. Wir müssen uns in der Fähigkeit des Ertragens üben. Ein wesentliches Thema im Buddhismus dreht sich darum, sich die Vorteile der Geduld und die Nachteile einer nachtragenden, feindseligen Haltung bewußt zu machen. Diese Mittel haben wir im Dharma zur Verfügung und können sie anwenden." Deshalb bitte ich darum, dass sowohl die Gelugpa als auch die Karma Kagyü fair und anständig miteinander umgehen. Kritik sollten wir offen und anständig und auch freundschaftlich miteinander diskutieren. Lösung sollten wir gemeinsam finden. Lieber Juri, dein abschließendes Statement möchte ich zitieren, weil ich es als sehr schön und zutreffend empfinde: "Letztendlich müssen wir alle Konzepte über Gut und Schlecht aufgeben .Es gibt keine bessere und schlechtere Religionen und spirituelle Richtungen. Jeder muss sein eigener Weg gehen. Möge zwischen Religionen keine Streitigkeiten geben , denn sie alle führen Menschen zur Vollkommenheit!"
LASST UNS DAMIT ANFANGEN!!!!! WER MACHT MIT???-- Thomas Heinz, 18.04.2004, 10:14
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Wir beklagen alle Unruhe,Feindschaft und Kriege
dieser Welt.Ich frage Euch,welche Hoffnung gibt es noch,wenn selbst innerhalb der Religionen
und Philosophien Zerwürfnisse entstehen? Wir haben das Glück,den Dharma zu erfahren,aber wir sollten nicht so blind sein,zu glauben,dass es
innerhalb der verschiedenen Richtungen der Lehrmeinungsverkünder nie Differenzen gegeben hätte.Auch dies sind Menschen;und auch geistig hochstehende Menschen haben,da sie eben Menschen sind,nur ihre fehlerhaften geistigen und körperlichen Aggrgate zur Verfügung und können aus diesem Grunde,solange sie noch keine Buddhas sind,nicht unfehlbar sein.Es ist an uns,das Gute
der Lehre zu erkennen,zu wahren und zu fördern.
Wir sind jedoch nicht dazu aufgerufen,
fehlerhaftes Denken zu übernehmen.Wir haben einen eigenen Geist und sind somit in der Lage zu entscheiden,was wichtig ist.Wichtig ist meines Erachtens für uns die eigene geistige Entwicklung im Sinne der Lehre Buddhas,
unbelastet von Jahrhunderte alten Querelen.
Dharma ist etwas Lebendiges,das lehrte uns die Kommentarliteratur erschaffen von Denkern,die
stets hinterfragten und in die Tiefe dachten.
Dharma ist etwas,was gelebt wird und sich entwickelt,kein starres Konzept.Wenn wir uns also damit beschäftigen,sollte auch unser Geist
offen sein,damit wir uns dem,was Buddha lehrte,
annähern können.
Liebe Grüsse Gaby-- Gabriele Hendricks, 18.04.2004, 13:23
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo miteinander,
Gaby schreibt zum Schluss: "Dharma ist etwas,was gelebt wird und sich entwickelt, kein starres Konzept.Wenn wir uns also damit beschäftigen, sollte auch unser Geist
offen sein, damit wir uns dem, was Buddha lehrte,
annähern können."
Ergänzend möchte ich dazu sagen, dass es unser eigenes Ziel sein sollte, den Pfad, den der Buddha bereits verwirklicht hat, selber zum Wohle aller Wesen zu verwirklichen. Das ständige Schauen auf die Fehler der anderen ist hierfür ein großes Hindernis.
Wir müssen die Hindernisse des Geistes beseitigen, das ist der einzige Weg zur Befreiung.
Gruß Helmut-- Helmut Puls, 18.04.2004, 14:04
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Danke Helmut,
ZUSTIMMUNG!!!!-- Thomas Heinz, 18.04.2004, 14:26
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo Thomas ,
ich persönlich habe nichts gegen Ole Nydahl , ich kenne ihn nicht . Wenn du bei Ole Nydahl dich positiv entwickelst - perfekt . Was Seiner Heiligkeit angeht ,glaube ich wenn er über diese Dinge schweigt ,dann macht er richtig .Denn wenn er auch was gesagt hätte , es ist immer Wort gegen Wort , bloß noch mehr Streitigkeit.Wenn Seine Heiligkeit glaubt es ist Karmapa , dann ist das sein Recht ,und du kannst glauben auch das was du willst . Ich denke es wäre auch für uns gut zu schweigen und sich über diese Themen nicht mehr äußern , sondern mehr praktizieren .-- Juri Kosovets, 18.04.2004, 18:22
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Danke,Ihr seid spitze !!!
Gruss Gaby-- Gabriele Hendricks, 18.04.2004, 18:25
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
April-Spruch:
Das Ziel des Lebens besteht darin,
intensiv zu leben, voll geboren zu werden und voll wach zu sein;
von den Ideen eines infantilen Allmachtsgefühls loszukommen
und zur Erkenntnis seiner wirklichen,
wenngleich begrenzten Kraft zu gelangen;
fähig zu werden, das Paradoxon zu akzeptieren,
dass ein jeder von uns zugleich das Allerwichtigste auf der Welt,
und doch nicht wichtiger als eine Fliege oder ein Grashalm ist;
fähig zu sein, das Leben zu lieben
und trotzdem den Tod furchtlos zu akzeptieren;
die Ungewissheit über die wichtigsten Fragen,
mit denen das Leben uns konfrontiert, hinzunehmen -
und trotzdem an unser Denken und Fühlen,
soweit es wirklich ein Stück von uns selbst ist, zu glauben;
allein sein zu können,
und gleichzietig mit den geliebten Menschen,
mit jedem Mitmenschen auf Erden,
mit allem Lebendigen eins sein zu können;
der Stimme des Gewissens zu folgen,
jener Stimme, die uns zu uns selber ruft,
und trotzdem nicht uns selbst zu hassen,
wenn wir ihr nicht gefolgt sind.
Erich Fromm-- Carsten Graaf, 18.04.2004, 19:17
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Es gibt einen neuen Thread unter www.dharma.de - Ole und keine Ende.-- Thomas Heinz, 07.05.2004, 18:08
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
ich fand den link zu dem interview mit ole nydahl sehr interessant.....
ich könnte jetzt meine meinung darüber schreiben, aber ich denke, jeder sollte sich sein eigenes bild machen und seinen eigenen weg gehen..... ichbin sehr froh, das ich zu der gemeinschaft de gelugpas gehöre und habe meinen weg gefunden.....
liebe grüße
raphael-- raphael krommus, 07.05.2004, 21:17
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Ich wiederhole mich gerne.
Es gibt ( zumindest für mich als Buddhist ) Themen, zu denen man am besten schweigt. Offensichtlich gibt es aber Menschen, die sich in jedem Forum produzieren müssen. Schade.
Gruss
Carsten-- Carsten Graaf, 07.05.2004, 21:45
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Hallo Ihr Lieben,
ich selber bin Praktizierender des Diamantweges.
1.Kein DalaiLama kann einen Karmapa anerkennen. Der jetztige Karmapa Thaye Dorje ist von allen hohen Kagyü-Lamas anerkannt als Wiedergeburt.
2.Lama Ole Nydahl lehrt und lebt authentisch die Mahamudra-Sicht der Kagyü-Linie. Ich selber war schon auf mehreren Meditationskursen (Phowa). Einen Lama zu beurteilen sollten wir erleuchteten Wesen überlassen und lieber die Mittel nutzen, die sie lehren.
Liebe Grüsse
Walter Brust-- Walter Brust, 22.02.2006, 11:12
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Lieber Walter,
den Streit über echte oder unechte Tulkus ist nicht zu lösen und ermüdend.
Aber ein Satz kann so nicht stehen bleiben:
"Einen Lama zu beurteilen sollten wir erleuchteten Wesen überlassen."
Das genau entspricht nun überhaupt nicht den buddhistischen Schriften. Im Gegenteil, ein Schüler sollte einen Lehrer sehr genau überprüfen, bevor er ihn als persönlichen Lama akzeptiert. Selbst der Buddha hat gesagt, man solle seine Aussagen aufgrund sorgfältiger Überprüfung annehmen und nicht aus Respekt.
Warum sollte ein guter Lama auch eine kritische Überprüfung scheuen müssen? Im Gegenteil, dadurch dass man seine Biographie, Ausbildung, Lebenweise, charakterliche Bildung etc. genauer überprüft, werden seine guten Qualitäten doch um so deutlicher zum Vorschein kommen, oder eben nicht.
Es ist erhellend, die Aussagen des Dalai Lama zum Thema des Anvertrauens an einen Lama zu betrachten.-- Christof Spitz, 22.02.2006, 12:59
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Lieber Christof,
da hast Du mit Deiner Aussage recht.Selbstverständlich sollte man seinen Lama "überbrüfen".Was ich mit meiner Aussage gemeint habe sind Dinge die Lamas tun, zB.daß der Dalai Lama den anderen Karmapa anerkannt hat, nicht zu werten.Ich glaube er hatt bestimmt eine ganz andere Sicht der Dinge als ich als gewöhnlicher Mensch.
Das war es eigentlich was ich damit ausdrücken will.Im übrigen finde ich es schade,daß sich auch schon im Buddhismus verschiedene Ansichten bekämpfen.Wir sollte verschiedene Ansichten respektieren.
Gruß Walter-- Walter Brust, 22.02.2006, 16:09
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Naja Walter da scheinst du schon recht zu haben aber ole ist und bleibt sehr seltsam, er ist provozierend, rassistisch, selbst verherrlichend und mit diesen Äuérungen Meinungen uind Einstellung ist man einfach kein richtiger buddhistischer Lama noch dazu kann er in drei jahren Ausbildung nur die "Crash Lama Ausbildung" erhalten haben!!! und genau aus diesem Grund zweifle ich ihn stark an.
Liebe Grüße
alex-- Alexander Schicho, 23.02.2006, 15:46
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Da spricht der Erwachte mit dem Brahmanen Esukári und anderen Brahmanen über den Anspruch der Brahmanen , auf Grund ihrer Abstammung die oberste Kaste zu sein, nach der sich alle anderen zu richten hätten. Dazu sagte der Buddha:
„Ich sage nicht, Brahmanen, dass man sich nach jedem richten soll. Ich sage aber auch nicht, dass man sich nach keinem richten soll: Wer dadurch, dass er sich nach einem anderen richtet, schlechter wird, nicht besser, der soll sich nicht nach ihm richten. Aber wenn er dadurch, dass er sich nach einem anderen richtet, besser wird, nicht schlechter, dann soll er sich nach ihm richten, sage ich.
Ich sage nicht, dass man sich nach jedem richten soll. Ich sage aber auch nicht, dass man sich nach keinem richten soll: Wenn sich einer nach einem anderen richtet, und es wachsen bei ihm dadurch Heilsvertrauen, Tugend, erfahrene Lehrkenntnis (suta), Loslassen, Klarwissen, dann soll er sich nach diesem anderen richten.-- Michael Breidenbach, 04.03.2006, 12:49
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
hallo zusammen,
ich habe mich vor meinem studium auch umgeschaut und für mich den "richtigen weg" gefunden. das heißt aber nicht das mein weg der richtige für alle anderen sind.
ich habe einige schüler oles kennengelernt und auch schätzen gelernt. ich kann von den zentren nur postives berichten, und ich kann mir gut vorstellen das sich viele dort wiederfinden. mit welcher arroganz nehmen wir in anspruch dne einzig wahren weg zu kennen.
loslassen ist doch unser thema und das sollten wir auch mit ole, wenn wir ihn nicht gut finden, denn dann hat er hier auch keine eigene rubrik verdient. doch genau das ist das problem er polarisiert so oder so. es gibt so viele schulen mit wahnsinnig tollen menschen und die sind wichtig, nicht ein einzelner.
daher finde ich es gut das wir frei entscheiden können in welcher schule wir unterwegs sien wollen, abe rdoch bitte ohne arroganz. übrigens habe ich vom diamantweg über uns noch nichts negatives gehört...
liebe grüße
torsten theiler-- Torsten Theiler, 09.03.2006, 21:39
Betr.: Ole Nydahl und der Diamantweg [Email]
Liebe Dharmageschwister,
ich glaube, folgender Fers paßt zum Thema:
Mit dem Netz fängt man Fische,
nimm die Fische und vergiss das Netz.
Mit der Falle fängt man Hasen,
nimm die Hasen und vergiss die Falle.
Mit Worten drückt man Gedanken aus,
nimm die Gedanken und vergiss die Worte.
Wo finde ich einen Menschen,
der die Worte vergisst,
auf dass ich mit ihm reden kann?
CHUANG-TSU
Frohe Ostern, Jochen-- Hans-Joachim Dewenter, 11.04.2006, 18:53
Betr.: Immer dieser Ole Nydahl und der Ewige Diamantweg [Email]
Hallo an Alle,
Eine interessante Diskussion ;-)
Diese wird - ohne ein erkennbares Ergebnis - seit über einem Jahr realisiert, alle Achtung.
Diese Zeit zur Reflektion über die Grundlage des Buddhismus - Vier Edle Wahrheiten genannt - genutzt, wird offensichtlich, dass der Maßstab für jeden Buddhisten, ob Lehrer oder Schüler eben in der Verbindung des zu Beurteilenden zu diesen Vier Edlen Wahrheiten erkennbar sein muss. Werden diese gelebt, kann man Buddhist zu demjenigen sagen. Leid existiert - Leid beruht auf Bedingungen - Leid ist dadurch ein temporäres und vermeidbares Phänomen - ergo existieren Möglichkeiten der Leidvermeidung. Es gibt keinen anderen Buddhismus und keinen anderen Weg als die Realisierung dieser Wahrheiten. Der Buddhismus verbietet nicht, sondern er beschreibt die Ursachen und Wirkungen von Phänomenen - egal ob man sich an 500 Frauen festhält oder an der Lehre - das Prinzip ist das gleiche - Festhalten. Egal ob man 500 Frauen loslässt oder die Lehre - das Prinzip ist das gleiche - Loslassen. Anhaftung und Negation bewirken Leid. Der Buddha lehrte jedoch den Weg der Mitte, also der Synthese. Keine Zuwendung, keine Abkehr bewirkt diese Synthese welche auf Bedingungen beruht, die in jedem Bewusstsein vorhanden sind. Das bedeutet ebenfalls keine Erleuchtung erlangen zu können, diese wäre damit etwas Temporäres und dadurch dem ewigen Veränderungsprozess unterworfen. Entweder ist Erleuchtung immer dar oder sie existiert nicht. Der Weg der Erkenntnis oder Erleuchtung beruht auf ihrer Realisierung, dem Wahrhabenwollen. Realisierung ist ein Vorgang der Schöpfung aus Intensionen des Bewusstseins. Du wirst sein was Du sein willst und wirst werden was Du werden wolltest.
Schaut Ole oder einen von beiden Karmapas oder jeden anderen an, realisiert ihre Realisierung und dann wird vieles unwichtig weil anders wahrnehmbar. Diese Energie zur Selbstreflektion genutzt reicht völlig aus.
Meiner Meinung nach ist meine Meinung eine Meinung über meine Meinung.
K.J.T.
PS: Die 500 Frauen beziehen sich im Übrigen auf den Buddha, nicht auf Ole Nydhal (2 sind ja schon verwerflich genug!), und sind ein Symbol für seinen fürstlichen Ursprung. Man vergleiche hier die im Paradis wartenden Jungfrauen für Märtyrer des Islam.-- Karma Jigme Tsewang, 22.06.2006, 19:10